Vorarlberger Walservereinigung

Vorarlberger Walservereinigung

in Vorarlberg, Tirol und Liechtenstein

Fritz, Barbara

Obfrau der Vorarlberger Walservereinigung

Walserstraße 104
A-6991 Riezlern
Tel.: +43 5517 5271
bafritz@aon.at

Barbara führt seit 2002 das Sekretariat und ist mit der VWV und ihren Aufgaben und Zielen eng verbunden. Sie leitete das Interreg IIIb Projekt Walser Alps für die VWV und hat aus dieser Zeit gute Kontakte zu allen Walser Kolonien. Seit 2005 vertritt sie die VWV im Ausschuss der Internationalen Vereinigung für Walsertum.

„Walserweg Vorarlberg“ von Stefan Heim

walserweg1Der neue Walserweg Vorarlberg führt in 25 Etappen zu allen Walsersiedlungen in Vorarlberg, Liechtenstein und Tirol. Der dazugehörige offizielle Wander- und Kulturführer bietet alle wichtigen Informationen zur persönlichen Tourenplanung, erzählt sachkundig von Kultur, Geschichte und Gegenwart der Walser in Vorarlberg und lässt die Leserinnen und Leser die Walserorte von ihren schönsten Seiten kennenlernen. Nach dem erfolgreichen Walserweg-Konzept des Schweizer Kantons Graubünden, das dem sanften Tourismus verpflichtet ist, ist jetzt auch in Vorarlberg ein kulturhistorischer Weitwanderweg entstanden. Weiterlesen »

„Wer oder was ist ein Walser?“

Was bedeutet es im 21. Jahrhundert, ein Walser oder eine Walserin zu sein? Diese Frage stellt die aktuelle Sonderausstellung im Museum Huber-Hus in Lech. Die deutsche Kulturanthropologin Ina-Maria Greverus beschreibt Identität als Wechselwirkung zwischen dem Selbst und den Anderen. Dabei hat sie die Identitätsformel „sich erkennen, erkannt werden und anerkannt werden“ aufgestellt (vgl. Greverus, 1996:… (weiterlesen)

„Ob die Sage alt und ächt“

Historische Anmerkungen zum Walserbewusstsein Festrede von Dr. Ulrich Nachbaur beim Festakt „700 Jahre Walser in Vorarlberg 1313 – 2013“ der Vorarlberger Walservereinigung am 9. Juni 2013 im Gemeindesaal Damüls 1843 veröffentlichte der Münchner Schriftsteller Ludwig Steub in der Augsburger „Allgemeinen Zeitung“ einen Beitrag über „Die Walser im Vorarlberg“. Steub schildert seine sonntägliche Ankunft in Damüls,… (weiterlesen)

40 Jahre Vorarlberger Walservereinigung

von Gernot Ganahl In sechs Talschaften Vorarlbergs leben Walser, ein Volk mit gemeinsamer Vergangenheit und auf dem Tannberg und in den Walsertälern mit gemeinsamer Mundart. Die Sorge um die Pflege und Erhaltung des Volkstums der Walser führte verantwortungsvolle Frauen und Männer aus verschiedenen Gebieten immer wieder zusammen. Was der losen Interessensgemeinschaft fehlte, war eine zentrale… (weiterlesen)

50 Jahre Vorarlberger Walservereinigung

Vorgeschichte 1962 wurde in Saas-Fee im Wallis auf Initiative der deutschen Baronin Tita von Oetinger das erste Internationale Walsertreffen veranstaltet. Die Begeisterung und Freude der Teilnehmer sei außergewöhnlich groß gewesen. Die anwesenden Repräsentanten sowie die Wissenschaftler der Volkskunde aus der Schweiz, Liechtenstein, Vorarlberg und dem Piemont in Italien sahen die Möglichkeiten einer grenzüberschreitenden Kulturpflege. So… (weiterlesen)

60 Jahre Lawinenkatastrophe im Großen Walsertal

Eine Naturkatastrophe verändert das Leben im alpinen Raum Der 11. Jänner 1954 wird ein (ge-)denkwürdiges Datum in der langen Geschichte des Großen Walsertales bleiben. Neben dem unmittelbaren Leid, welches die Bevölkerung durch die Lawinenkatastrophe in den einzelnen Walserdörfern ertragen musste, beschäftigen die Bewohner des Großen Walsertales aber auch die langfristigen Folgen, welche selbst noch in… (weiterlesen)

Alpinarium Galtür

Das Alpinarium in Galtür erzählt seine eigene Geschichte in der Walserheimat 95:   Mich hat man so gar nicht gewollt. Bis ich dann wegen der Lawine hier entstehen sollte. Ich biete nun Schutz für alle Leute, die heute und auch morgen sich ruhig zum Schlafe legen wollen. Auch bin ich nun ein Ort, an dem… (weiterlesen)

Alpmuseum uf m Tannberg

Anhand von historischen Arbeitsgeräten, Texttafeln und Bildern können die Besucherinnen und Besucher anschaulich in das frühere Leben der Bergbauern und Älpler eintauchen. Bei Führungen durch die Ausstellung „altes Handwerk der Bergbauern“ werden die verschiedenen Techniken erklärt.   

Öffnungszeiten: Dienstag, Donnerstag und Sonntag 13 bis 16 Uhr

Alpmuseum uf m Tannberg in Schröcken

 

Älteste Urkunde von Triesenberg

Triesenberg ist 1355 erstmals urkundlich erwähnt. Diese älteste Urkunde ist auf den 29. Oktober des Jahres 1355 datiert. Ammann Ulrich von Lachen, Amtmann der minderjährigen Kinder des Grafen Hartmann sel. zu Vaduz beurkundet, dass er einen Belehnungsstreit zwischen den Schaanern und einigen Wallisern am Triesenberg gütlich beigelegt habe. Der Schiedsspruch lautet: „Die Schaaner geben den genannten… (weiterlesen)

Anthologie „Wir Walser“

Zum Goldenen Jubiläum gibt es für die Geehrten meistens Geschenke. Die Internationale Vereinigung für Walsertum (IVfW), die im August 2012 ihr 50-Jahr-Jubiläum feierte, wollte ihren Mitgliedern und allen am Walsertum Interessierten ein bleibendes Geschenk machen. Schon seit Jahren schwebte der Gedanke im Raum, eine Anthologie mit Geschichten, Gedichten und Bildern aus verschiedenen Walsergebieten herauszugeben. Dieser… (weiterlesen)

Beck, Manfred

Manfred BeckFachbeirat  der Vorarlberger Walservereinigung
Ortsvertreter Brand 

Chronist der Walserheimat für Brand

Mühledörfle 54
A-6708 Brand
Mobil +43 664 206 6450
manfredbeck@aon.at

„Was nicht geschrieben wird, verschwindet und ist irgendwann vergessen. Mit meinen Beiträgen zur Chronik über Brand hoffe ich, dass auch in Jahren danach längst Vergangenes immer noch in Erinnerung bleibt.“

Bergschau 1122 Kleinwalsertal

Der Natur auf der Spur Die „Bergschau 1122“ (Meter Meereshöhe) in Hirschegg ist das etwas andere Museum. Eine Bergschau-Ausstellung, die Einheimische, Gäste, Jung und Alt gleichermaßen fasziniert und begeistert. Eine Erlebnisstätte, an welcher der Besucher das Kleinwalsertal mit allen Sinnen erfassen kann: „3D-Bilder sehen, typische Düfte riechen, besondere Gegenstände erfühlen und typische Geräusche hören.“ Ein… (weiterlesen)

Bergtee

Das Buch „Bergtee“ stellt auf 184 Seiten in Text und Bild ein gelungenes Projekt vor, wie es sich schon zehn Jahre lang im Großen Walsertal entwickelt hat. Es erzählt von den Menschen im Tal, die Kräuter sammeln und trocknen lassen, diese dann zur Sammelstelle bringen, wo köstliche, immer wieder neue Teemischungen entstehen. Die wertvollen Schätze… (weiterlesen)

Biosphärenpark Ausstellung

burmentaMit Filmen, interaktiven Modulen, Schaukästen, Spielen, Kräuterherbarium und zahlreichen Hintergrundinformationen bietet die Biosphärenpark.Ausstellung im HausWalserstolz in Sonntag Einblick in die Vielfalt des Biosphärenpark Großes Walsertal.   

Biosphärenpark Austellung

Bischof, Monika

Beirätin der Vorarlberger Walservereinigung
Chronistin der Walserheimat für Sonntag
Redakteurin der Walserheimat

Buchholz 4
A-6731 Sonntag
Mobil +664 891 6117
monika@vorarlberger-walservereinigung.at

Monika ist Projektassistentin im Biosphärenpark Management, betreut Schullandwochen und ist Wanderführerin im Großen Walsertal, wandert, fotografiert und liest gerne,…

„Besonders spannend ist die Arbeit bei der Walserheimat, wenn es gelingt, altes Wissen festzuhalten und Zeitzeugen zu Wort kommen zu lassen.“

Blons

blonsGeschichtliches:

Besiedelung im Hochmittelalter durch Bauern aus dem Walgau; daher viele rätoromanische Flurnamen. Im 14. Jhdt. Ansiedlung von Walsern. Das Streusiedlungsgebiet zwischen St. Gerold und Sonntag wurde früher häufig „Berg Plons“, im 15. Jhdt. auch „Pläns“ oder „Plans“ genannt. Weiterlesen »

Blütenstaub enthüllt 3000-jährige Siedlungsgeschichte im Tannberggebiet

Kalbelesee

VON CAROLINA WALDE & KLAUS OEGGL INSTITUT FÜR BOTANIK DER LEOPOLD-FRANZENS-UNIVERSITÄT INNSBRUCK, STERNWARTESTRASSE 15, A-6020 INNSBRUCK Einleitung Der Hochtannberg als Übergang vom hinteren Bregenzerwald ins Lechtal und Arlberggebiet liegt abseits der bekannten Alpendurchquerungen und scheint daher relativ spät besiedelt worden zu sein.  Die ersten urkundlichen Erwähnungen aus dem 14. Jahrhundert belegen die Siedlungsgründung von Schröcken,… (weiterlesen)

Bouzo, Marlies

Fachbeirätin der Vorarlberger Walservereinigung
Ortsvertreterin Fontanella
Chronistin der Walserheimat für Fontanella

Kirchberg 91
A-6733 Fontanella
Tel. +43 664 73560862

marlies.bouzo@fontanella.at

„Ich freue mich, durch das Schreiben der Chronik ein Stück Dorfgeschichte von Fontanella zusammentragen und festhalten zu können. Die Walserheimat ist auch durch die Beiträge zur Heimat- und Volkskunde insgesamt eine wertvolle Zeitschrift für jetzt und für später. “

 

Brand

Gemeindewappen

Das Gemeindewappen stellt einen in rotem Schrägflammenschnitt geteilten silbernen Schild dar. Es spielt an die Herkunft des Ortsnamens Brand von „brennen“ an und soll an die Rodungsarbeit durch die ersten Walser erinnern. Dem steht allerdings auch eine andere Auslegung gegenüber, wonach der Name vom rätoromanischen „pratu grande“ abgeleitet sei, was große Wiese bedeutet. Weiterlesen »

Brand

In Brand hat das Trachtenwesen keine ununterbrochene Tradition. Ab etwa der Mitte des 19. Jahrhunderts wurde die Tracht immer seltener, um dann schließlich ganz von neuzeitlicher Kleidung abgelöst zu werden. Nur mehr einige wenige, in alten Truhen gefundene Relikte können uns ein Bild von der Kleidung unserer Vorfahren vermitteln. Erst vor etwa 50 Jahren tauchte wieder der Wunsch auf, sich mit der Kleidermode unserer Altvorderen zu befassen.

Im Jahre 1983 gab es durch den damaligen Obmann der Trachtenkapelle, Helmuth Gaßner, den Versuch, einen Trachtenverein zu gründen, um das Trachtenwesen in Brand zu beleben. Dieser Versuch scheiterte damals am mangelnden Interesse in der Bevölkerung. Es blieb erst 20 Jahre später dem Gastwirt Walter Huber vorbehalten, den Trachtenverein Brand am 30. Juni 2003 aus der Taufe zu heben. Weiterlesen »

Breuß, Dietmar

Chronist der Walserheimat für Laterns

A-6830 Laterns 72
Tel. +43 5526 463
Mobil +43 664 432 5450
dietmar.breuss@aon.at

„Bereits Johann Wolfgang von Goethe bemerkte: ‚Eine Chronik schreibt nur derjenige, dem die Gegenwart wichtig ist‘. Es ist für mich faszinierend, die Vorkommnisse und Veränderungen in einer Gemeinde laufend zu verfolgen und auch festzuhalten.“

 

Bürserberg

Geschichtliches:

Bürserberg war vermutlich schon vor der Verleihung des Tales „Vallawier“ um 1347 besiedelt. Doch es hat durch die Verleihung des Tales an 12 Walserfamilien wesentlich Gestalt und Geschichte bekommen. Wenn auch die Grenzen der Güter, die diese 12 Walserfamilien erhielten, alle südlich von Bürserberg in der Gemeinde Brand liegen, so sind doch eine Reihe von Verknüpfungspunkten, die auf eine gemeinsame Geschichte hinweisen, vorhanden. Viele der zur Zeit noch gebräuchlichen Flurnamen sind walserischen Ursprungs und finden sich auch in anderen Walserdörfern. Weiterlesen »

Bürserberg

Der Gedanke an eine Tracht in Bürserberg wurde eigentlich erst lebendig, als 1953 unsere Dorfmusik unter Mitwirkung des für kulturelle Dinge sehr offenen Pfarrers Josef Waldner gegründet wurde. Der engagierte Geistliche wirkte bei uns von 1952 bis 1959 und förderte Kultur und Dorfbewusstsein in hohem Maße.

Im Turm der Pfarrkirche von Bürserberg ist ein kleiner dunkler Raum zur Versorgung der Werkzeuge und Gerätschaften des Totengräbers, das so genannte „Totakemmerli“. Dort stieß Pfarrer Waldner eines Tages auf zwei uralte, verrostete eiserne Grabkreuze. Ein kleines Kästchen unterhalb des Querbalkens ließ sich öffnen, auf dem vom Rost zerfressenen Hintergrund waren ein Mann und eine Frau in Trachtenkleidung abgebildet. Pfarrer Waldner, der auch in Fragen der Restauration bewandert war, befreite die Bildnisse sorgfältig von Schmutz und Rostfraß. Weiterlesen »

Damüls

damuelsGeschichtliches:

Im Herzen Vorarlbergs liegt das Walserdorf Damüls. Die weitausgedehnte Streusiedlung in einer Höhenlage zwischen 1300 bis 1700 m besteht aus den drei Parzellen Oberdamüls, Uga und Schwende. Zum Ortsnamen Damüls gibt es zwei Deutungen. In der ältesten vorhandenen Urkunde vom Jahre 1382 steht die Bezeichnung Tumuls, vermutlich vom Lateinischen tumulus = Hügel abgeleitet. 1436 wird Damüls und 1465 Damulc geschrieben. In einer Ablassurkunde des Jahres 1500 findet sich die ganz vereinzelt stehende Lesart „Ufi dem Mulcz“. Mulcz ist ein romanisches Wort, das mit dem lateinischen mulgere = melken stammesverwandt ist. „Ufi dem Mulcz“ könnte also auf der Melkalpe heißen, was der Wirklichkeit weitgehend entsprechen würde. Weiterlesen »

Damüls

In Damüls wird keine Walser Tracht, sondern die des Bregenzerwaldes getragen. Die schwarze gelackte Juppe ziert ein schwarzes oder ein rotes Mieder, auf dem der bestickte Juppenbändel das ebenfalls reich bestickte Fürtuch („Bleaz“) einrahmt. Auf der Juppe ist ein feiner blauer Streifen aufgenäht, der oberhalb des Knies verläuft. Ein Glanzledergürtel, der rückwärts mit einer filigranen Silberschnalle versehen ist, ziert die Taille. Die Ärmel sind aus weißem Leinen oder bunter Seide.

Das Mädchen ist in der historischen Schwedenjuppe mit weißer Baumwollkappe gekleidet. Mieder und Brusttuch sind bei dieser weißen Juppe immer rot, das Halstuch blau.

Der Mann trägt einen braunen Lodenrock, eine rote Weste, eine schwarze Kniebundhose mit Steppverzierungen, einen braunen, federkielbestickten Ledergürtel und blaue Strümpfe. Als Kopfbedeckung dient ein weit ausschwingender schwarzer Hut mit Goldkordel.

Kopfbedeckungen der Wälderin: schwarze Spitzkappe, schwarzer Strohhut, wie er von der Wälderin im Sommer getragen wird, eine schwarze Kappe aus Seehundfell, Brämokappa genannt. Das Mädchen trägt ein golddurchwirktes, filigranes Krönele, das Schappele.

Das Höll-Loch, 100 Jahre Erforschung einer Höhle

VON TIBURT FRITZ Mitten im Mahdtal öffnet sich ein furchteinflößender, mehr als 15 m breiter Schlund, das Höllloch. Wer sich in diesen wasserführenden, dunkel gähnenden Schacht wagt, dem darf der Mut nicht fehlen. Im Jahre 1905 gelang es dem Jagdaufseher Hermann Paul erstmals, ca. 70 m in den senkrecht abfallenden Schacht bis auf den ersten… (weiterlesen)

Das Interreg-Projekt „Walser Alps“

interregIm Rahmen der Gemeinschaftsinitiative INTERREG III B der Europäischen Union haben die über den gesamten Alpenraum verstreuten Walserorganisationen unter der Führung des Leitpartners der Regione Autonoma Valle d’Aosta, ein Projekt eingereicht: „Walser Alps – Moderne und Tradition im Herzen Europas“.

Von insgesamt 22 Projekten wurden acht bewilligt, darunter das Projekt der Walser. Weiterlesen »

Das Walserische im Obergrecht

Eine Untersuchung des Sprachguts der Gemeinde Fontanella Diplomarbeit für das Studium der Germanistik, von Daniela Beck

Der Erste Weltkrieg im Kleinwalsertal

1914 Am 31. Juli 1914 langte um 21:00 Uhr vom Abteilungskommando das Telegramm von der allerhöchst angeordneten allgemeinen Mobilmachung ein. Wachtmeister Johann Stampfl und Vizewachtmeister Johann Steixner übergaben diese an Gemeindevorsteher Franz Josef Felder in Riezlern. Die Gemeindevertretung begann mit der Verlautbarung im Rayon (Zuständigkeitsbereich einer Sicherheitsbehörde). Zu den Alpen wurden Boten entsandt, um die… (weiterlesen)

Der Erste Weltkrieg in Galtür

Erich Lorenz (1923-1996), Gastwirt vom Hotel Alpenrose, Landwirt und Chronist der Gemeinde Galtür, hat bis zu seinem Lebensende eine sehr ausführliche Chronik geführt. In zwei Büchern hat er auf jeweils zirka 800 Seiten handschriftlich die Chronik von Galtür geschrieben. Auf Basis verschiedener mündlicher Berichte schrieb er auch über den Ersten Weltkrieg in Galtür. Der folgende… (weiterlesen)

Der Körbersee ist schönster Platz Österreichs

Der Körbersee in Schröcken hat am 26. Oktober 2017 Vorarlberg bei der österreichweiten ORF-Show „9 Plätze – 9 Schätze“ vertreten und wurde zum schönsten Platz Vorarlbergs gekürt. Wer diesen Schatz finden möchte, muss das Auto stehen lassen: Zum Körbersee kommt man im Winter am einfachsten auf Skiern und im Sommer zu Fuß. Der Weg führt… (weiterlesen)

Der Weg der Feuersteine. Spuren zum ältesten Bergwerk Europas

von Walter Leitner Die Entstehung der ältesten Verbindungswege und Transitrouten in den Alpen steht in engem Zusammenhang mit Tausch und Handel von Feuerstein, jenem Rohstoff, der für die steinzeitliche Jäger- und Sammlergesellschaft ein unverzichtbares Gut für die Herstellung von Waffen und Werkzeug darstellte. Härte und gute Spaltbarkeit bilden die idealen Eigenschaften dieser kieselsäurehältigen Gesteine, die in… (weiterlesen)

Die „Walser“ und ihre Nachbarn – etymologisch gesehen

VON HANS-GERT BRAUN Der Name „Walser“ hat Geschichte und deshalb fragen sich viele, was er denn wohl mit ähnlichen Namen, z.B. den „Wallisern“ (im Wallis) und den „Walisern“ (in Wales) zu tun hat. Hier soll die Verwandtschaft dieser Namen ein wenig geklärt werden. Aber wenn man das tut, dann kann man vielleicht auch ein paar… (weiterlesen)

Die Estavelle, ein verborgenes Naturwunder im Kleinen Walsertal

VON DR. NICO GOLDSCHEIDER Was sind die größten Naturwunder des Kleinen Walsertales? Viele denken hier wohl zuerst an die Breitachklamm, das Hölloch oder den Gottesacker. Ein weiteres Naturwunder versteckt sich jedoch in den Schluchten des Schwarzwasserbachs und ist selbst vielen Einheimischen unbekannt, obwohl der Naturlehrpfad in nur etwa 30 m Entfernung daran vorbei führt. Die… (weiterlesen)

Die Gemeinde Mittelberg und das Großdeutsche Reich

Am 10. Juni 2008 wurde im Walserhaus in Hirschegg die von Dr. Thomas Gayda und Stefan Heim konzipierte Ausstellung „Sonderfall Kleines Walsertal – Ein Tal im Umbruch – 1933 – 1938 – 1948“ eröffnet. Diese brisante Zeit stellte einige Weichen für den Tourismusort Kleinwalsertal. Die Gemeinde Mittelberg erlebte Ende der Zwanzigerjahre einen gewaltigen Aufschwung im… (weiterlesen)

Die Litzen und die Letze im Kleinwalsertal

OFFENE DEUTUNG Gelegentlich lösen Flurnamen Diskussionen über ihre Herkunft und ihre Wortbedeutung aus. So geschieht dies auch im Kleinen Walsertal, wo die Flurnamen Letze und Litze vorkommen. Es scheint nicht endgültig geklärt, welche Bedeutung diese Flurennamen haben. Universitätsprofessor Anton Amann, gebürtig aus Mittelberg, möchte die Leser an der Diskussion beteiligen und hat der Walserheimat seine… (weiterlesen)

Dünserberg

DünserbergduenserbergGleich einem Sonnenbalkon liegt Dünserberg in 1.000 bis 1.300 m Höhe am Hochgerachabhang im oberen Walgau. Die typische Walser Streusiedlung umfasst 5,55 km2 und zählt 32 ständig bewohnte Häuser, in denen derzeit 133 Einwohner leben. Die ruhige, sonnige Lage, die gute Luft und der herrliche Ausblick auf die gleißenden Schneefelder im Rätikon und die Gletscherhäupter der Silvretta und Verwallgruppe begeistern den Naturfreund und Erholungssuchende. Im Westen begrenzen die Säntisberge das herrliche Panorama. Das heutige Gemeindegebiet, das den Dünser- und Schnifiserberg umfasst, wurde um 1300 von den aus dem Westschweizer Kanton Wallis stammenden Wallisern besiedelt. Weiterlesen »

Eberle, Josef

Fachbeirat der Vorarlberger Walservereinigung
Redakteur der Walserheimat
Chronist der Walserheimat für Triesenberg

Bodastrasse 39
FL-9497 Triesenberg
Tel. gesch.: +423 262 4859
NATEL +41 79 960 6010
joeberle@powersurf.li

Josef war viele Jahre Leiter des Walsermuseums Triesenberg. Für die VWV ist er seit 1996 (Aufnahme der Gemeinde Triesenberg in die VWV) als Verfasser der Chronikbeiträge und anderer Artikel tätig. Er ist Fachbeirat im Vorstand und Mitglied des Redaktionsteams der Walserheimat.

Die Arbeit im Dienste des Walsertums ist aus meiner Sicht ein wichtiger Kulturauftrag zu dem ich gerne etwas beitrage.“

Ebnit

ebnitDie Vorarlberger Berggemeinde Ebnit (ca. 1100 m) liegt in einem abgeschiedenen Seitental des Rheintals. Sie war vor ihrer politischen Angliederung an die Stadt Dornbirn im Jahre 1932 lange Zeit der Herrschaft Hohenems einverleibt. Sie verdankt ihre spätmittelalterliche Besiedlung vor allem dem Werk einiger Walserfamilien. Im Zuge der Einwanderung der Walser von Graubünden aus gelangten drei Familien ins Hochtal von Ebnit. Weiterlesen »

Ebnit

Die jüngste Tracht im Walserverbund

Ebnit ist eine der ältesten urkundlich belegten Walseransiedlungen in Vorarlberg. Doch anders als in anderen Walserorten ist eine eigene Tracht weder schriftlich noch mündlich überliefert, möglicherweise hat es nie eine gegeben. Zum einen war die Ansiedlung zu Beginn sehr klein und abgeschieden, zum anderen in der späteren Entwicklung zu sehr auswärtigen Einflüssen ausgesetzt. Weiterlesen »

Ebniter MuseumsStuuba

museumsstuubaFotogalerie, Exponate, Zeitzeugenberichte, ein nachgebildetes Dorfensemble vor der Brandkatastrophe 1927 und diverse Publikationen über die Besiedlungsgeschichte von Ebnit.

Ebniter MuseumsStuuba

Ein strahlendes Fest der Begegnungen

 Rückblick auf das 17. Internationale Walsertreffen am Triesenberg Mit Freude und angenehmen Erinnerungen blicken wir zurück auf das 17. Internationale Walsertreffen am Triesenberg, das vom 10. bis 12. September 2010 stattfand. Das prächtige Herbstwetter mit angenehmen Temperaturen war ein wunderbares Geschenk für die vielen Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus vier Ländern, aber auch für das mitgliederstarke… (weiterlesen)

Fontanella

fontanellafontanellaAuf der Sonnenseite des Großen Walsertales, fast 300 m über dem Talgrund, liegt auf einem kleinen Hochplateau in 1145 m Seehöhe der Ortskern der kleinen Gemeinde Fontanella. So klangvoll wie der Name dieses Walserdorfes, so schön und vielfältig ist seine Landschaft, so eigenartig seine Geschichte. Weiterlesen »

Fritsche, Karl

Chronist der Walserheimat für Bürserberg

A-6700 Bürserberg
Tel. +43 5552 62648
Fax +43 5552 62648-4
karlfritsche@aon.at

„Mir ist wichtig, unsere kulturellen Wurzeln weiter zu vermitteln. Aus der Verbundenheit mit dem, was wir Heimat nennen, ist mit Schaffensfreude und Ehrlichkeit aus bescheidensten Anfängen über viele Generationen Großes in unseren Dörfern entstanden. Trotzdem sind noch deutliche Spuren zum Göttlichen erhalten geblieben. Wichtig sind mir auch die Werte Subsidiarität und Eigenverantwortung.“

 

Fritz, Eliane

Redakteurin der Walserheimat

Stütze 9
A-6993 Mittelberg
Mobil +43 650 590 4174
eliane911@gmx.de

Lehrerin Mittel- und Realschule sowie Förderschule. Hobbies: Gedichte schreiben, Sprache und Sprachen, Kunst und Kultur, Fotografieren, Natur

…mir gfalled buachschtaaba ond was eifache wörtr sääga könned. i mag bsondre texte, bsondre bildle ond bsondre walserheimatheftle. i mischl gäära kreativ mit, wänn mr nämmes eefallt 🙂 walser wurzla mached schtarch, pflänzle waggsa bis i ds düütsche usse. des ischt guat. mal luaga, ob dia pflänzle au allei blüüa könned…

Fritz, Gebhard

Fachbeirat der Vorarlberger Walservereinigung
Ortsvertreter Warth
Chronist der Walserheimat für Warth

A-6767 Warth 56
Tel.: +43 5583 2716
Mobil: +43 664 504 7840
haus@alpinwarth.at

Meine Verbundenheit mit dem Walserbrauchtum beruht darauf, dass ich in Gehren – eine kleine Parzelle vis-a-vis von Warth – aufgewachsen bin, mit zwei Brüdern und einer Schwester. Nach dem Schulbesuch in Warth erlernte ich den Beruf des Kunstschmieds, im Anschluss daran absolvierte ich die staatliche Schilehrer- und Bergführerausbildung. Viele Jahre war ich im gesamten europäischen Alpenraum, vor allem in den Westalpen und den Walsergebieten unterwegs. Der Duft der weiten Welt lockte, und so waren Expeditionen angesagt und alles ist gut gelaufen.
20 Jahre Schischulleiter und 20 Jahre Bürgermeister in Warth waren schöne und spannende Aufgaben, jetzt jedoch freue ich mich u.a. auf diese meine neue Aufgabe.

Galtür

galtuer20180819_151815Geschichtliches:

Die ersten Siedler in Galtür waren Rätoromanen aus dem Engadin. Es gibt viele rätoromanische Flurnamen, und selbst der Name Galtür leitet sich von „Cultura“ ab. Selten ist die Walser Einwanderung urkundlich so gut belegt wie für Galtür. Nach dem Bericht des Richters Jakob Moser von Nauders ist 1320 das erste Mal die Rede von Walsern „in Cultaur“. Weiterlesen »

Galtür

Persönlich bin ich der Meinung, dass es früher im Paznaun keine einheitliche Tracht gab, da die Menschen, die unser Tal besiedelten, zu verschieden waren. Zum einen gab es die Bajuwaren, die vor allem Kappl und See besiedelten, zum anderen die Rätoromanen, die aus dem Engadin die Orte Ischgl und Galtür gründeten und dann noch spätere Siedler, die Walser nämlich, die über Vorarlberg aus dem Alemannischen kamen. Weiterlesen »

Galtür 1320 – „Homines dicti Walser“

 „Nota postmodum anno domini MCCCXX homines dicti Walser de Cultaur advenientes, nunc manentes in pertinenciis officii Nauders dabunt pro novo censu de terra libras XII omni anno de quibus iudex in Nauders debebit facere rationem.“ (Beachte: Nachdem im Jahre 1320 die Leute, welche Walser genannt werden, nach Galtür gekommen sind und nun ständig im Kompetenzbereich… (weiterlesen)

Ganahl, David

Ortsvertreter St. Gerold
Redakteur der Walserheimat
Chronist der Walserheimat für St. Gerold

Biraloch 33
A-6721 St. Gerold 63
Tel. +43 5553 8102550
david.ganahl@st-gerold.net

Lehrer, Leiter MUSEUM Großes Walsertal, Hobby: Keyboarder bei „The Basement Corks“

„Mit meinen Verschriftlichungen von Gegenwärtigem und kritischen Betrachtungen von Historischem versuche ich, meinen persönlichen Mosaikstein zur Weiterentwicklung im Großen Walsertal beizusteuern.“

 

Ganahl, Otmar

Chronist der Walserheimat für Blons

„Ich habe die Chronistenaufgabe von meinem Vater übernommen, der diese von meinem Großvater übernommen hat.“

 

Gärtner, Monika

Redakteurin der Walserheimat

Chronistin der Walserheimat für Lech

Leiterin Lechmuseum, Hobby: Durch die Alpen und Karpaten radeln, um unterschiedliche Kulturräume kennenzulernen.

„Die Mitarbeit an der Walserheimat hilft mir, den  Blick auf einen relativ kleinen, lokalen Raum zu schärfen und seine steten Veränderungen in der jährlichen Chronik festzuhalten.“

 

Gehört das Kleinwalsertal überhaupt zu Österreich?

 Auf der Suche nach einer Identität „Ihr seid ja lieber Deutsche als Österreicher.“ „Als es noch den Schilling gab, habt ihr diesen nicht angenommen, ihr wolltet damals nur Mark.“ „Bei Wahlen wählt ihr in Deutschland, oder?“ Immer wieder wird man als Kleinwalsertaler mit diesen und ähnlichen Fragen und Aussagen konfrontiert. Vor allem als Jugendlicher und… (weiterlesen)

Gillard-Fritz, Verena Mag. Mag.

Redakteurin der Walserheimat

Im Wingat 2
A-6901 Bregenz
Tel. u. Fax +43 5574 70097
verena@gillard.at

AHS-Lehrerin für Musik und Englisch i. R., Chorleiterin, Komponistin und Arrangeurin für Chormusik. Sie ist stellvertretende Chefredakteurin.

„Oobacht gää uf ds Füür, ned uf d Äscha.“

Großes Walsertal

Der Volksschriftsteller Hansjakob Heinrich bereiste im Jahre 1875 das Große Walsertal. In seinen Aufzeichnungen schrieb er über die Tracht:

„Am lustigsten ist die Kleidung der Walser. Der Mann trägt schwarzlederne kurze Hosen, Strümpfe aus Schafwolle, weit ausgeschnittene Schuhe, lange Tuchwesten und Spenser, einen runden Filzhut, unter dem das Haar ziemlich lange hervorschaut. Die Jungen fangen übrigens an, dieses „ehrliche Häß“, wie die Alten sagen, abzulegen und sich „lutherisch“ zu kleiden. Die Frauen und Mädchen sind der alten Tracht treuer. Diese ist im Walsertal die bunteste Zusammenstellung der Welt. In allen Farben prangt der Festschmuck der Walserin, wie die Alpenflora der Heimat. Die tonangebende Farbe ist jedoch die rote. Rot sind Rock, Mieder und Strümpfe. Das Mieder ist am Rock angenäht, kann aber über der Brust nicht geschlossen werden, dazu dient ein Pappendeckel, der mit vielfarbigem Stoff überzogen ist und mit gelben Bändchen am Mieder befestigt wird. Auf dem Haupte sitzt die runde Pelzhaube, die Brämkappe, oder eine Wollmütze, schwer und der Kuppel einer romanischen Kirche nicht unähnlich. Im Sommer tragen die Frauen eine weiße, gefältelte Spitzenhaube, die ich ebenso wenig beschreiben kann, wie die Berge auf dem Mond.“ Weiterlesen »

Heim, Stefan

Chronist der Walserheimat für Mittelberg

Gemstelweg 6
A-6993 Mittelberg
Mobil +43 664 240 3250

„Ich schreibe als Chronist für die Walserheimat, da mir das ‚Walser Thema‘ seit meiner Kindheit am Herzen liegt und die anderen Walser Gemeinden auch etwas mehr aus meiner Heimatgemeinde erfahren sollen.“

 

Huber-Hus Lech

huberhusDas „Huber-Hus“ wurde 1590 erbaut. Neben der Dauerausstellung, den Wohn- und Arbeitsräumen der Familie Huber, findet jährlich eine wechselnde Sonderausstellung statt.

Museum Huber-Hus Lech

Ifen Hotel Hirschegg im Kleinwalsertal

1936 erbaute der Architekt und Hotelier Hans Kirchhoff aus Hannover in Hirschegg im Kleinwalsertal das Ifen Hotel als erste Adresse im touristisch aufstrebenden Tal an der Breitach. Architektonisch war vor allem der auffallende Rundbau auf einem Felsvorsprung ein besonderes Merkmal und Erkennungszeichen des Ifen Hotels. Das Geschäft mit den Gästen lief gut an, doch die… (weiterlesen)

Jochum, Siegfried

Siegfried JochumBeirat der Vorarlberger Walservereinigung

Stubenbach 442
A-6764 Lech
Tel.: +43 5583 2107
haus.franzi@gmx.at

Er ist Leiter der Trachtengruppe in Lech und deshalb eine wichtige Stütze in kulturellen Belangen. Er arbeitet im Sommer als Wanderführer und im Winter in der Schiwerkstatt. Sein Motto: „Dr Dialekt erholta.“

Kapellen – Orte mit überraschender Geschichte

von Pastoralassistent Gregor Schirra Sie prägen unser Orts- und Landschaftsbild, sind Zeichen einer persönlichen Geschichte mit Erfahrungen von Leid und Not, aber auch Freude und Dankbarkeit – unsere Kapellen. Sie grüßen von Höhen, stehen an Gefahrenstellen der Natur oder zieren die kleinen Weiler und Gehöfte. Doch oft ist ihre teilweise lange Geschichte vergessen, oder sie… (weiterlesen)

klapppause uf griichisch

für mama langsam abr gwiiß siat ma mrs a, wia lang i scho da schtand muusallei am schtraaßarand, bi ra alta akazie ommanand. miin sitz us blau wiiß gschtraiftm schtoff laad scho fäädra, fransed dött ond da us, miine holzbei send eigetle no guat benand, abr miine roschtiga schruuffa am scharniir, zom mi uuf- ond… (weiterlesen)

Kleinwalsertal

045kw2„Leisch ds Hääs aa?“ Mit dieser Frage beginnt oft das Ankleideritual zum Kirchgang an Sonn- und Feiertagen in vielen Familien des Kleinen Walsertales. Wenn auch die Juppa und der Dreispitz immer seltener an Sonntagen zu sehen sind, so sind Hochzeiten, Taufen, Begräbnisse und hohe Feiertage häufig Anlass, die wohl behütete Tracht aus den Kleiderkästen hervorzuholen und sie als Festtagskleid zu verwenden.

Allerdings schreiben Pfarrer Joseph Fink und Dr. Hippolyt von Klenze 1891:

 An der Tracht haben die Männer bis vor etwa zwanzig, die Frauen bis vor zehn Jahren im ganzen Thale zäh festgehalten. Leider hat inzwischen in der Gemeinde Riezlern die früher von den Walsern selbst im Spott (…) „Schwabhäß“ genannte, abscheuliche und geschmacklose Kleidung der Allgäuerinnen, ein lächerlicher Abklatsch der französischen Mode, überhand genommen. Weiterlesen »

Kulisse Pfarrhof Damüls

Die Kulisse Pfarrhof bzw. das Damülser Pfarrhaus, liegt prominent unterhalb der Kirche St. Nikolaus in Damüls und wurde im Sommer 2017 zum Großteil saniert. Sie beheimatet das Vorarlberger FIS Skimuseum Damüls sowie weitere Räumlichkeiten der Pfarre Damüls.

Vorarlberger FIS Skimuseum Damüls
So lautet der Titel der aktuellen Ausstellung in der Kulisse Pfarrhof in Damüls. Christian Lingenhöle aus Bregenz (Gesellschafter der Damülser Seilbahnen und Wahl-Damülser) konnte in seiner Tätigkeit als Betreiber eines Sportgeschäftes zahlreiche alte und neue Skimodelle sammeln. Dabei kam eine sehr beachtliche und bestens sortierte Auswahl zusammen. Die über 100-jährige Vorarlberger Skigeschichte kann somit im Skimuseum in Damüls präsentiert werden. Die Exponate setzen sich aus Kuriosem und Geschichtsträchtigem zusammen. Neben Alpinskilauf sind auch andere Wintersportarten wie das Skispringen im Ski-Museum vertreten.

Die Ausstellung findet in Zusammenarbeit mit dem Vorarlberg Museum in Bregenz sowie unter Kurator Christof Thöny aus Bludenz statt.

Öffnungszeiten:
Dienstag und Freitag von 15:00-18:00 Uhr jeweils in der Sommer- und Wintersaison

T +43 (5510) 620-0, www.facebook.com/KulissePfarrhof

Laterns

laternsGeschichtliches:

Im Laternsertal herrschte wahrscheinlich, bevor die Walser kamen, reger Sommerbetrieb. Romanen waren es, die hier ein Leben als Holzarbeiter, Jäger oder Alphirten führten. Noch heute erhaltene rätoromanische Flurnamen zeugen davon. Rätoromanisch ist auch der Name Laternsertal selbst, wie auch Damüls, Fontanella, Raggal, Marul oder Galtür. Als Mons Clauturni taucht der Name erstmals 1177 auf. Viele Jahrhunderte hieß das Tal Glatterns, woraus schließlich der heutige Name Laterns wurde. Weiterlesen »

Laterns

Es ist nicht bekannt, wann die Laternser Tracht entstanden und wie lange diese insgesamt getragen worden ist. Fest steht, dass die Frauentracht sich gegenüber der Männertracht länger gehalten hat. Vor ca. 80 bis 90 Jahren dürfte aber die Laternser Tracht praktisch in Vergessenheit geraten sein. Es existieren Hinweise, dass noch zur Zeit vor und wahrscheinlich auch noch Jahre nach dem 1. Weltkrieg von den älteren Frauen im Tale die Tracht getragen worden ist. Besonders aufschlussreich sind dabei vorhandene Bilder, auf denen diese historischen Trachten noch ersichtlich sind. Weiterlesen »

Lebensbilder

Ein sehr ansprechendes Buch mit Erinnerungen von Lecherinnen und Lechern wurde im Dezember 2012 vom Gemeindearchiv Lech herausgegeben. Die Fotografin Maria Muxel hat rund 60 Personen mit dem Hauptwohnsitz Lech im Alter von 80 und mehr Jahren in ihrer gewohnten Umgebung fotografiert. Parallel zu diesen Fotoaufnahmen führte sie gemeinsam mit Birgit Ortner lebensgeschichtliche Interviews mit… (weiterlesen)

Lech

lechGeschichtliches:

Die 90 km2 umfassende Gemeinde Lech mit rund 1300 Einwohnern liegt auf einer Hochfläche (1444-1717m) im Quellgebiet des jungen Lech. Beeindruckende Bergmassive der Lechtaler Alpen umgeben die typische Passlandschaft, wo mehrere Gebirgstäler ihren Ursprung haben. Weiterlesen »

Liebe Leserin, werter Leser!

von Obmann Alois Fritz unsere Redaktion setzt sich immer wieder mit der Frage auseinander: Ist die Walserheimat modern und zeitgerecht? Ist das Erscheinungsbild ansprechend? Sind die Inhalte interessant und abwechslungsreich? Ein Ergebnis intensiver Gespräche zu diesem Thema ist die Änderung des Erscheinungsdatums und die der inhaltlichen Aufmachung. So wird künftig ein Chronik-Heft pro Jahr erscheinen…. (weiterlesen)

Madlener, Bernd

Chronist der Walserheimat für Damüls

Uga 73
A-6884 Damüls

„Ich habe die Verfassung des Berichtes von meinem Vorgänger als Gemeindesekretär übernommen. Mir würde etwas fehlen, wenn ich die jährliche Gemeindechronik am Jahresende nicht mehr schreiben würde. Die Chronik liefert einen interessanten Blick auf die vielen Ereignisse des abgelaufenen Jahres.“

 

Mittelberg

mittelbergmittelbergGeschichtliches:

Um die Mitte des 14. Jahrhunderts besiedelten die Walser das Tal der Breitach, das heute Kleinwalsertal heißt. 1353 wurde es noch „zu den Wüstnern“ genannt. Es wurden 3 Ortschaften gegründet, zunächst Mittelberg selbst, dann weiter talauswärts Hirschegg und schließlich Riezlern. Weiterlesen »

Montafoner Bergbaumuseum Silbertal

Das Montafoner Bergbaumuseum Silbertal besteht seit 1996 und befindet sich im Gemeindeamt Silbertal. Das Museum präsentiert die Geschichte des Bergbaus im Montafon von den Anfängen bis zur Gegenwart. Im Mittelpunkt steht ein Schaustollen mit Berghunt und Bergmann. Urkunden, historische Fotos, traditionelles Werkzeug sowie zahlreiche Erzproben aus dem Schürfgebiet ergänzen die Sammlung. Die Montafoner Bergbaugeschichte reicht… (weiterlesen)

Müller, Jodok B.A.

Chefredakteur der Walserheimat
Kassier

Köpfleweg 7
A-6991 Riezlern
Tel. +43 5517 5677
walserheimat@aon.at
 
Jodok ist seit dem Sommer 2011 Chefredakteur der Walserheimat und seit 2018 außerdem Kassier der Vorarlberger Walservereinigung. Er arbeitet als Pressereferent bei der Bayerischen Landesärztekammer in München und ist Redakteur beim Bayerischen Ärzteblatt. Man trifft ihn oft in den Walser Bergen und im Winter in der Loipe.

„Geschichte, Kultur und Tradtitionen sind ein großes Lernfeld – das möchte ich mit der Walserheimat den Leserinnen und Lesern näherbringen.“

 

Museen und Ausstellungen in Walser Gemeinden

Schwerpunktthema dieser Ausgabe der Walserheimat sind Museen, Ausstellungen und Dokumentationszentren in Walser Gemeinden in Vorarlberg, Tirol und Liechtenstein. Museen haben sich selbst zum Ziel gesetzt, Zeugnisse der Geschichte der Menschheit zu bewahren. Beim Lesen der einzelnen Museumsberichte spürt man, mit wieviel Engagement und Enthusiasmus viele Kuratoren diese Aufgabe wahrnehmen. Ein Blick in die Vergangenheit kann… (weiterlesen)

Museum Großes Walsertal

museum-gwtAuf Initiative von Eugen Dobler wurde das Heimatmuseum von 1977 bis 1981 im Haus Flecken 17 in Sonntag eingerichtet. 1986 abgebrannt, wurde es 1988 wiedereröffnet und um eine naturkundliche Sammlung sowie ein Walserarchiv erweitert.

Museum Großes Walsertal

Nesensohn, Amanda

Redakteurin der Walserheimat

Bonacker 69
A-6830 Laterns
Tel. +43 5526 288
matt.nesensohn@vol.at

Amanda ist Sonderschullehrerin. Ihre Hobbies: Lesen, Handarbeiten, Wandern, Skifahren.

„Walserin zu sein ist mir wichtig. Es ist gut, Wurzeln zu haben und gemeinsam weiter zu denken und zu erzählen, wie es war und wie es werden könnte.“

 

Nesensohn, Cilly

Cilly NesensohnSchriftführerin der Vorarlberger Walservereinigung
Ortsvertreterin von Laterns

Grabenstallstr. 8
A-6830 Laterns
Mobil +43 650 752 7020
cilly_nesensohn@yahoo.de

Cilly ist gebürtige Kleinwalsertalerin, jedoch seit ihrer Heirat im Jahre 1973 in Laterns wohnhaft. Lange Zeit hat sie sich ausschließlich der Familie gewidmet. Seit 1991 arbeitet sie auf der Gemeinde Laterns und ist dort für das Meldewesen und den Tourismus zuständig. Nebenher ist sie im Sozialkreis der Pfarre Laterns tätig mit der Aufgabe, den Kontakt zu den älteren Menschen zu pflegen.

Netzer, Hans

Chronist der Walserheimat für Silbertal

A-6780 Silbertal 307
hans.netzer@aon.at

„Seit dem Beitritt von Silbertal zur VWV bin ich Chronist meiner Heimatgemeinde. Als junger Lehrer der einklassigen Schule am Kristberg wurde ich damals von Bürgermeister Hermann Brugger und nicht zuletzt von meinem Vater Ulrich in diese Funktion hinauf gelobt. Damit war auch der Weg vorgezeichnet für meine Tätigkeit als Sammler, Archivar sowie als Autor von Dokumentationen der Silbertaler Heimatgeschichte.“

 

Neue Ergebnisse zur Siedlungsgeschichte am Tannberg. Die Pollenanalysen aus dem Körbersee

VON CAROLINA WALDE & KLAUS OEGGL INSTITUT FÜR BOTANIK DER LEOPOLD-FRANZENS-UNIVERSITÄT INNSBRUCK, STERNWARTESTRASSE 15, A-6020 INNSBRUCK Einleitung Im Rahmen des Projektes „Alpmuseum uf m Tannberg“ laufen zur Zeit am Institut für Botanik der Universität Innsbruck ausführliche Pollenanalysen an Sedimenten vom Körbersee, welche neue zusätzliche Informationen zur Vegetationsentwicklung und Besiedelungsgeschichte am Hochtannberg liefern sollen. Diese Untersuchungen… (weiterlesen)

Önsche Schpraach

Dia Aana sei zwar scho äältli, aber no rüschtagi gsi, und schi seien wackr uuszoga und guat cho a ds Zil. (Anni Hilbe, Triesenberg) Was seischt? Du meenscht? Leen doch a kle haara – zu miir! (Karl Fritsche, Bürserberg) Hoch doma im Wal ischt a wunderbare Dolly, rundum weichs Moos, bunte Bluama und federalichts Wollgras. (Johann… (weiterlesen)

Peter, Mario

Chronist der Walserheimat für Ebnit

Ebnit 92
A-6850 Dornbirn
info@ebnit.at

„Alltägliche Dinge im Leben eines Dorfes geraten leicht in Vergessenheit, wenn man sie nicht aufschreibt. Ich möchte ein wenig dazu beitragen, dass sie in Erinnerung bleiben.“

 

Puppenmuseum Blons

puppenmuseumEine Reise in die vielfältige Spielzeugwelt längst vergangener Zeiten. Puppenstuben, Kaufläden, Puppenküchen, Holzspielsachen und viele kleine Kostbarkeiten ergänzen die Welt von Puppe und Teddybär aus der Zeit von 1850 – 1950.

Puppenmuseum Blons

Raggal

raggalraggalGeschichtliches:

Der Ortsname Raggal ist romanischen Ursprungs und stammt aus vorwalserischer Zeit. Der Name lässt sich vom romanischen „runcar“ (roden, reuten, abholzen) ableiten. Es gibt viele rätoromanische Flurnamen. Garfülla, Gavadura, Faludriga, Falazera sind eindeutig romanischen Ursprungs. Die deutsch sprechenden Walliser gaben ihren neuen Rodungsplätzen auch deutsche Namen: Wies, Sandbühel, Ahorn, Tönis Boden, etc. Zum Gemeindegebiet von Raggal gehören auch die Siedlungsbereiche von Marul (abgeleitet von Mure: Bergsturz, Erdrutsch), Plazera und Litze. Raggal ist mit 41,68 km² die zweitgrößte Gemeinde des Tales. Weiterlesen »

Requiem für Walserisch ?

Ein Vortrag von Elisabeth Burtscher bei der 2. internationalen Sprachtagung am 9. Juni 2006 in Brig Wir haben jetzt vieles gehört zur Sprachforschung. Forschung ist wichtig. Es ist äußerst wichtig, wenn junge Leute, Diplomanden, sich intensiv mit der Sprache beschäftigen. Forschungsergebnisse zu dokumentieren ist auch wichtig. Interessierte finden dort, was sie suchen. Diplomanden können sich… (weiterlesen)

Rinderer, Werner

Chronist der Walserheimat für Thüringerberg

A-6721 Thüringerberg 14
Tel. +43 5550 2570
werner.rinderer@schule.at

„Mit meiner Tätigkeit als Chronist möchte ich meinen Beitrag für die Walserheimat und damit für die Vorarlberger Walservereinigung leisten, um einerseits meine Wertschätzung für deren Arbeit zu zeigen und andererseits deren wertvolle Arbeit für das Walsertum zu unterstützen.“

 

Säly, Willy

Willy SälyBeirat der Vorarlberger Walservereinigung

A-6780 Silbertal 258
Mobil +43 664 2841131

 

Willy ist ein gebürtiger Silbertaler, war in der Jugendzeit Landwirt und ab 1967 bei der Gendarmerie. Nebenbei führte er mehrere Jahre gemeinsam mit seiner Frau das Hotel Silbertal. Seit dem Jahre 1984 ist er Bürgermeister der Gemeinde Silbertal und seit 2002 Geschäftsführer der Montafoner Kristberg-Bahn. Seit 1991 ist er außerdem Obmann der ARA Montafon.

Schmidt, Christoph

Webmaster

Dr.-Hefner-Str. 5
D-83022 Rosenheim
Mobil: +49 176 62240689
christoph@vorarlberger-walservereinigung.at

Durch die Mitarbeit in der VWV kann ich meine bis heute ungebrochene Begeisterung für die Walser mit meiner anderen Leidenschaft verbinden, dem Internet und der Webentwicklung.

Schneider, Josef

Chronist der Walserheimat für Raggal

A-6741 Marul 27
Tel. +43 5553 489

„Ich war und bin immer noch stets interessiert am öffentlichen Geschehen in unserer Gemeinde. Auch wenn die Auswahl meiner Berichte sicherlich subjektiv gefärbt ist, so wird sich ein interessierter Historiker in Zukunft unkompliziert an meinen Berichten orientieren können. Ereignisse möglichst tatsachengetreu zu dokumentieren und für die Zukunft zugänglich zu machen, das war stets Sinn meiner Chronistentätigkeit.“

 

Schnetzer, Angela

Chronistin der Walserheimat für Dünserberg

„Ich finde es sehr wertvoll, dass wichtige Geschehnisse einer Gemeinde jährlich in solch einem Rahmen dokumentiert werden, deshalb habe ich diese Tätigkeit vergangenes Jahr sehr gerne von meiner Vorgängerin im Gemeindeamt, Frau Annemarie Hartmann, übernommen.“

 

Schröcken

schroeckenGeschichtliches

schroeckenÜber die Entstehung und die früheste Geschichte des Ortes Schröcken ist man mangels urkundlicher Quellen auf Vermutungen angewiesen. Über die Herkunft der Siedler auf dem Tann- und Mittelberg darf man wohl der Aussage des Tannberger Ammanns Jörg Hildebrand von 1492 Glauben schenken. Anlässlich eines Streites um Jagdgründe vor dem Hohen Gericht in Bregenz sagte er aus, dass die armen Leute zu Mittelberg samt denen vom Tannberg aus dem Wallis gekommen und über 200 Jahre hier seßhaft seien.

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Schwarzmann, Stefan

Chronist der Walserheimat für Schröcken

„Ich bin gerne Mitglied der ‚Walserheimat-Familie‘. Es ist immer wieder interessant, den jährlichen Bericht für das Walserheft zu schreiben und somit einen Beitrag zur Chronik der Gemeinde leisten zu können.“

 

Silbertal

Wappenbeschreibung:

Die Symbole des Gemeindewappens beziehen sich auf die Besiedlungs- und Wirtschaftsgeschichte sowie auf die Topographie des Tales. Das Schildhaupt ist von Rot und Weiß gespalten und mit drei Sternen in wechselnden Farben belegt. Dieser Wappenteil ist dem Walliser Wappen entnommen und verweist auf die Besiedlung des Tales durch die Walser im frühen 14. Jahrhundert. Weiterlesen »

Silbertal

Die Frauentracht

Das leinene Hemd hat einen langen „Unterstock“, lange weite Ärmel, an den Handgelenken mit Bändlein gebunden. Am Hals ist es reich gefältelt, mit einem schmalen Bund versehen und mit einer Schlinge sowie einem Knopf zu verschließen. Die alte Werktagstracht und die Vesperkleidung an Sommersonntagen kennt auch Hemdärmel, die nur bis zu den Ellbogen reichten.

Der Unterrock ist vorne tief geschlitzt, verschieden, meist aber rostrot gefärbt und reicht bis zu den Waden. Das Unterteil ist an der Hüfte reich gefaltet, sodass dieses nach unten weit wird. Am unteren Saum sind mehrere schwarze Borten als Zierde aufgenäht. Das Unterrockmieder bekleidet den Brustteil und wird von unten bis oben mit Hilfe von „Häftli“ geschlossen. Weiterlesen »

Sonntag

sonntagGeschichtliches:

Bald nach 1300 haben hier die ersten Siedler, die Walser, gerodet und ihre Höfe aufgebaut. 1621 zählte man hier 69 Wohnstätten. Von 1397 bis 1806 hielt der Ammann des „Unteren Walsergerichtes zum Sunnentag und uf Raggol“ mit seinen Beischöffen in Garsella Gericht. „Zum heiligen Sunnentag“ bestand bereits im 14. Jhdt. eine Kapelle. 1406 wurde eine Kuratie, spätestens 1457 eine selbständige Pfarrei eingerichtet.

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St. Gerold

St. Gerold liegt auf der Sonnenseite im Vorderen Großen Walsertal. Über zwei Wohnberge zerstreut, lebt ein Teil der Bewohner von der Landwirtschaft. Der größere Teil ist jedoch gezwungen, als Pendler im nahen Walgau zu arbeiten. Zwei Gastbetriebe, die Propstei und einige Privatvermieter sorgen für einen sanften Tourismus. Ein gut beschildertes Wegnetz steht dem Wanderer sowohl im Tal wie auch auf den darüber liegenden Alpen zur Verfügung.
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St. Jakobus-Kapelle am Simmel in Hochkrumbach

Die Kapelle am Simmel hat eine lange und interessante Geschichte. Schon seit zirka 1550 befand sich auf der Passhöhe eine Kapelle, die damals noch zur Pfarre Lech gehörte. 1687 wurde Hochkrumbach eine selbstständige Kuratie. Bereits 1681 82 wurde mit dem Bau der heute noch bestehenden Kapelle begonnen, die allerdings erst 1781 eingeweiht wurde. 1692 zählte… (weiterlesen)

Stanislaus, Fritz Dr.

Fritz StanislausKassier der Vorarlberger Walservereinigung

Leo-Müller-Straße 3
A-6991 Riezlern
fritz.stanislaus@t-online.de

 

Er wohnt seit seiner Pensionierung als Apotheker in der pharmazeutischen Forschung wieder in seinem Heimatort Riezlern. Wegen seiner Erfahrungen und Verdienste in der Pharmazie wurde er zum Vorsitzenden der Landesgruppe Bayern und zum Vizepräsidenten der Deutschen Pharmazeutischen Gesellschaft e.V. bestellt. Als überzeugter Walser ist er seit dem 27. Juni 2004 bereit, im Vorstand der Vorarlberger Walservereinigung mitzuarbeiten und die Finanzen zu mehren.

Sein Motto: „An Erfaarna ischt uber an Gleerta.“ Aber auch „uber d March usseschmecka“ und Leute kennen lernen liegen ihm nahe.

Tannberg

Die Tannbergtracht wird in den Walsergemeinden Lech, Schröcken und Warth getragen.

Die Frauentracht

Die Frauentracht besteht aus einem schwarzen Wollrock mit rotem Besatz und einem 2½ cm breiten schwarzen Samtband, ca. 3 bis 4 cm oberhalb des Rockendes. Das Mieder ist entweder aus in sich gemustertem Wollbrokat oder aus klein gemustertem Seidenstoff. Es wird mit schwarzem Tirolerband (Stapfband) eingefasst und mit kleinen Rückstichen aus goldfarbenem Stickgarn bestickt. Rot, blau oder grün sind die überwiegenden Grundfarben des Mieders. Die Besonderheit dieses Mieders ist das Rückenteil mit seinen drei Nähten. Es besteht aus zwei geschwungenen Schulternähten und der Mittelnaht, welche unterhalb des Nackens im Spitz des Mieders verläuft. Die Nähte werden von Hand eingearbeitet. Das verlängerte Vorderteil wird von Hand an das Rückenteil genäht und mit doppeltem Hexenstich überstickt. Weiterlesen »

Thüringerberg

Geschichtliches:

Thüringerberg ist eigentlich ein altes rätoromanisches Siedlungsgebiet am Eingang des Großen Walsertales. Bereits 831 wird der Name „Montaniolos“ urkundlich genannt. Im 9. Jhdt. ist Grundbesitz des Klosters Pfäfers nachweisbar. Ab dem 13. Jhdt. werden Besitztümer des Klosters Weingarten erwähnt. Im 13. Jhdt. wurde nahe der Gemeindegrenze zu Thüringen die „Veste Blumeneck“ erbaut. Sie ist heute eine Ruine.

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Triesenberg

Triesenberg FLGeschichtliches:

Erst die am Ende des 13. Jahrhunderts eingewanderten „Walliser“ haben das Gemeindegebiet dauerhaft besiedelt. Die erste schriftliche Bezeugung von Wallisern am Triesenberg ist in einer Urkunde von 1355 zu finden. In diesem Schiedsspruch wird ihnen ein Teil der Alpe Malbun zuerkannt, wie sie ihn „vormals gehabt haben“. Also müssen sie sich vor diesem Datum hier angesiedelt und Alpen zu Lehen genommen haben.

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Triesenberg

Ein junger Verein

Die Trachtengruppe Triesenberg ist ein junger Verein, der erst 1967 gegründet wurde und sich somit nicht wie Trachtenvereine in verschiedenen anderen Walsergemeinden auf eine lange Tradition berufen kann. Die Trachtenbewegung in Triesenberg hatte aber schon vor 1967 begonnen. Äusserer Anlass dazu waren die Festlichkeiten anlässlich des Jubiläums „150 Jahre Souveränität Fürstentum Liechtenstein“ im Jahre 1956. Der damalige Ortspfarrer Engelbert Bucher (1913-2005) gab den Anstoss, im Vorfeld des Festanlasses für „Trachtenmädchen“ zu werben. Die ersten vier jungen Frauen, die eine Tracht erworben hatten, sind in seiner Dokumentation „Trachten“ festgehalten. Weiterlesen »

Übleschlucht – Naturjuwel im Laternsertal

Das Laternsertal stellt ein Längstal dar, welches in Ost-West-Richtung über eine Gesamtlänge von 13 km verläuft. Die Abschlüsse dieses Tales werden talauswärts von einem schluchtartigen Ausgang in zirka 500 m Seehöhe gebildet, das ostseitige Talende befindet sich im Bereich des Furkajochs auf zirka 1.760 m Seehöhe.  Die gesamte Talschaft wird von der Frutz entwässert. Auf etwa drei Viertel ihres Verlaufes hat sich dieses… (weiterlesen)

Vom Pfarrhaus zum Triesenberger Rathaus

Das Triesenberger Rathaus ist ein geschichtsträchtiges Gebäude im Dorfmittelpunkt und prägt als markanter Bau in harmonischer Einheit mit der Pfarrkirche das Dorfbild. Das Haus wurde 1767/68 als Pfarrhaus erbaut und hat nach dem Neubau des Pfarrhauses im Jahr 1965 nordöstlich des Friedhofs verschiedene Umnutzungen erfahren. Bis 2011 war dort die Gemeindeverwaltung untergebracht. Mit dem Umzug… (weiterlesen)

Walser Alpwirtschaft

1. Einwanderung und Besiedelung der Hochlagen Als die Walser im 14. Jahrhundert in Vorarlberg einwanderten, besiedelten sie hochgelegene Regionen Vorarlbergs. Diese waren aber keineswegs unberührte Wildnis, sondern Gebiete, in denen die Rinderhaltung und Alpwirtschaft bereits vorhanden waren. Die Walser haben durch ihre Besiedelung die oberste Waldregion durch großen Holzverbrauch sehr strapaziert. Wiesen und Weiden wurden… (weiterlesen)

Walserbewusstsein – Blitzlichter aus den Walsergemeinden

700 Jahre Walser. 700 Jahre, in denen sich in Mitteleuropa vieles verändert und gewandelt hat. Und die Walser? Ganz sicher, auch sie haben sich verändert und dennoch, der besondere Menschenschlag der Walser ist geblieben. Das Walserbewusstsein zeigt sich heute noch unter anderem in der Pflege des Brauchtums, im gesprochenen Walserdialekt und im stolzen Tragen der… (weiterlesen)

Walserheimat 78, Juni 2006

wh78Chroniken der Walserdörfer II/2005

mit weiteren Beiträgen von Alois Fritz, Tiburt Fritz, Josef Eberle, Barbara Fritz, Werner Vogt, Robert Amann, Dietmar Nigsch u.a.

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Walserheimat 80, Februar 2007

wh80Chroniken der Walserdörfer 2006

mit weiteren Beiträgen von Alois Fritz, Tiburt Fritz, Josef Eberle, Harald Hronek, Ludwig Seeger, Dietmar Nigsch, Elisabeth Burtscher, Gebhard Fritz, Werner Rinderer u.a.

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Walserheimat 82, Februar 2008

wh82Chroniken der Walserdörfer 2007

mit weiteren Beiträgen von Alois Fritz, Tiburt Fritz, Gernot Ganahl, Josias Florin, Jutta Soraperra, Alexandra Robl, Werner Rinderer, Barbara Fritz, Josef Eberle

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Walserheimat 86, Februar 2010

wh86Chroniken der Walserdörfer 2009

mit weiteren Beiträgen von Hubert Sele, Josef Eberle, Anton Amann, Monika Bischof, Birgit Ortner, Eliane Fritz, Barbara Fritz, Werner Rinderer u.a.

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Walserheimat 87, August 2010

wh87Walser Künstler

Mit Beiträgen von Klaus Schädler, Karl Fritsche, Walter Rauch, Dietmar Breuß, Werner Rinderer, Gernot Ganahl, Monika Bischof, Bernadette Scherer, Stefan Heim, Caroline William, Martin Walser, Eliane Fritz, Gebhard Fritz u.a.   Weiterlesen »

Walserheimat 89, August 2011

wh89Walser Museen

Mit Beiträgen von Jodok Müller, Monika Bischof, Gernot Ganahl, David Ganahl, Birgit Ortner, Mario Greber, Karl Fritsche, Ilse Zirovnik, Daniela Lorenz, Karl Keßler, Katharina Matt, Stefan Heim u.a. Weiterlesen »

Walserheimat 93, August 2013

wh93700 Jahre Walser in Vorarlberg

Mit Beiträgen von Jodok Müller, Monika Bischof, Amanda Nesensohn, Mag. Thomas Felfer, Dr. Alois Niederstätter, Dr. Rudolf Berchtel, Dr. Simone Berchtold u.a. Weiterlesen »

Walserheimat Nummer 100

100 Ausgaben der Walserheimat sind in den vergangenen 50 Jahren erschienen. Zeit für einen Rückblick auf die Geschichte der Walserheimat und ein guter Anlass, allen Redakteuren, Chronisten und Fotografen für ihren Einsatz und die geleistete Arbeit zu danken. Bedanken möchten wir uns auch bei allen Leserinnen und Lesern der Walserheimat, die uns so viele Jahre… (weiterlesen)

Walter, Gebhard

Chronist der Walserheimat für Galtür

„Da ich seit 2007 im Walserdorf Galtür tätig bin, freue ich mich immer wieder, unser schönes  Dorf Galtür in der Walserheimat präsentieren zu dürfen.“

 

Warth

Geschichtliches:

„… in der hochen Warth“ liest man bereits im Ergebungsbrief vom 11. März 1453 zum Örtlein Warth. Jahrhundertelang fristeten die Walser in Warth, am Gehren, in Lechleiten und Hochkrummbach ein karges Bergbauerndasein. Dass dies jedoch nicht immer nur darben hieß, schildert Franz Michael Felder im Jahre 1867 beim Besuch einer Hochzeitsfeier in Warth: „… Abends zehn Uhr setzte man sich zum zweiten Mahle, und nun wurden die eigentlichen Hochzeitstrachten aufgetischt: zuerst Knödelsuppe, dann kalte Kuchen, Fleischwurst, künstlich geformtes Backwerk und zuletzt der bekränzte Kalbskopf. …“

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Zukunftskonferenz in Gressoney am 11./12. Mai 2007

Konferenz

futurkonferenzvallorcineNach über 2 Jahren Arbeit an verschiedenen Themen fand am 11. und 12. Mai 2007 in Gressoney im Aostatal eine Transnationale Zukunftskonferenz mit dem Thema „Walser, wohin?“ statt. Die Teilnehmer aus allen Walser Regionen im Alpenbogen verbrachten miteinander zwei turbulente, spannende und arbeitsreiche Tage. Aus der Rückschau auf die bereits abgeschlossenen Projekte, mit Diskussionen, Rollenspielen und viel Phantasie wurden Vorschläge für weiterführende Maßnahmen und zukünftige Projekte entwickelt. Weiterlesen »

Zur Walser Tracht

von Tiburt Fritz Tracht ist schlicht das Kleid, das man trägt. Im alpenländischen Raum findet man ca. 1500 Jahre alte Trachtendarstellungen auf Grabsteinen der romanisierten rätischen Bevölkerung. Wie ist das nun mit den Walser Trachten? Vielfach vermitteln z.B. Darstellungen des Walserzuges, also des im 13. und 14. Jahrhunderts erfolgten Zuzuges der Walliser in ihre heutigen… (weiterlesen)