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Am 20. September 1945 feierten die Kleinwalsertaler die Wiedervereinigung des Kleinwalsertals
mit Vorarlberg. Zu diesem historischen Festakt an der Walserschanz trafen sich Mitglieder des neu
gegründeten Vorarlberger Landtags, Vertreter der Französischen Besatzungsmacht sowie Persönlichkeiten
aus Vorarlberg und aus dem Tal. Foto: Karl Max Kessler Archive
Am 20. September 1945 feierten die Kleinwalsertaler die Wiedervereinigung des Kleinwalsertals
mit Vorarlberg. Zu diesem historischen Festakt an der Walserschanz trafen sich Mitglieder des neu
gegründeten Vorarlberger Landtags, Vertreter der Französischen Besatzungsmacht sowie Persönlichkeiten
aus Vorarlberg und aus dem Tal. Foto: Karl Max Kessler Archive

Am 20. September 1945 wurde die offizielle Wiedervereinigung des Kleinwalsertals mit Vorarlberg gefeiert – nach sieben Jahren Zugehörigkeit zum „Gau Schwaben“ infolge des Anschlusses Österreichs an das Deutsche Reich im März 1938. Zu diesem historischen Festakt trafen sich Mitglieder des neu gegründeten Vorarlberger Landtags, Vertreter der Französischen Besatzungsmacht sowie Persönlichkeiten aus dem Ländle und aus dem Tal selbst im Kleinwalsertal.

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BRAND – FUNDAMENT FÜR DAS LEBEN

Unter Kaiserin Maria Theresia wurde im Jahr 1774 die Unterrichtspflicht für Österreich und die unter habsburgerischer Herrschaft stehenden Länder eingeführt. Eine eigene Schule in Brand ist aber erst Ende des 18. Jahrhunderts auf mehrfaches Drängen des Kreisamtes errichtet worden. Es war eine einklassige Volksschule, wo die Kinder lesen, schreiben und rechnen lernten. Der Pfarrer hatte die Pflicht, einmal wöchentlich in die Schule zu gehen und Christenlehre zu halten. Nach einer schriftlichen Aufzeichnung mussten die Schulkinder jeden Abend nach beendeter Schule ein „Vaterunser“ und ein „Ave- Maria“ beten.

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Walser trifft Walser 2024 in St. Gerold

Am 14. Juli 2024 trafen sich Walserinnen und Walser in der Propstei St. Gerold im Großen Walsertal zum diesjährigen „Walser trifft Walser“-Tag. Propst Pater Martin Werlen OSB stellte den Gottesdienst unter das Motto „Gott liebt diese Welt“. In seiner Predigt erinnerte er daran, was Walser auszeichnet: Mut, Einfachheit und Kreativität. Diese drei Eigenschaften waren mit die Voraussetzung, dass vor rund 700 Jahren die Auswanderung der Walser aus dem Wallis geglückt ist.

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Älteste Urkunde von Triesenberg

Abschrift aus dem Jahr 1625 der ältesten Triesenberger Urkunde von 1355

Triesenberg ist 1355 erstmals urkundlich erwähnt. Diese älteste Urkunde ist auf den 29. Oktober des Jahres 1355 datiert. Ammann Ulrich von Lachen, Amtmann der minderjährigen Kinder des Grafen Hartmann sel. zu Vaduz beurkundet, dass er einen Belehnungsstreit zwischen den Schaanern und einigen Wallisern am Triesenberg gütlich beigelegt habe. Der Schiedsspruch lautet: „Die Schaaner geben den genannten sieben Wallisern die Güter, nämlich ihren Teil von Malbun, den die Walliser vormals gehabt haben, Gamswald und Stafiniel, zu einem rechten Erblehen um acht Pfund Pfennig jährlichen Zins, welchen sie auf Martini den Kirchenpflegern der Kirche zum hl. Laurentius in Schaan zu entrichten haben.“

 

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Önsche Schpraach

Beispiele für Mundart aus einigen unserer 19 Walsergemeinden in Vorarlberg, Liechtenstein und Tirol.

Dia Aana sei zwar scho äältli, aber no rüschtagi gsi, und schi seien wackr uuszoga und guat cho a ds Zil.

(Anni Hilbe, Triesenberg)

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Galtür 1320 – „Homines dicti Walser“

Eintragung aus dem Jahr 1320 des Jacobus Moser, Pfleger zu Nauders, im Rechnungsbuch. Original liegt im Bayerischen Hauptstaatsarchiv in München, „Tirol“ n. 11, fol. 88a.

 „Nota postmodum anno domini MCCCXX homines dicti Walser de Cultaur advenientes, nunc manentes in pertinenciis officii Nauders dabunt pro novo censu de terra libras XII omni anno de quibus iudex in Nauders debebit facere rationem.“ (Beachte: Nachdem im Jahre 1320 die Leute, welche Walser genannt werden, nach Galtür gekommen sind und nun ständig im Kompetenzbereich des Gerichtes Nauders bleiben, werden sie als neuen Bodenzins zwölf Pfund jährlich abführen, worüber der Richter in Nauders Rechnung legen wird.)

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Walserbewusstsein – Blitzlichter aus den Walsergemeinden

700 Jahre Walser. 700 Jahre, in denen sich in Mitteleuropa vieles verändert und gewandelt hat. Und die Walser? Ganz sicher, auch sie haben sich verändert und dennoch, der besondere Menschenschlag der Walser ist geblieben. Das Walserbewusstsein zeigt sich heute noch unter anderem in der Pflege des Brauchtums, im gesprochenen Walserdialekt und im stolzen Tragen der Walsertrachten. Doch ist das alles oder ist das Walserbewusstsein tiefer verankert?

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50 Jahre Vorarlberger Walservereinigung

Vorgeschichte

1962 wurde in Saas-Fee im Wallis auf Initiative der deutschen Baronin Tita von Oetinger das erste Internationale Walsertreffen veranstaltet. Die Begeisterung und Freude der Teilnehmer sei außergewöhnlich groß gewesen. Die anwesenden Repräsentanten sowie die Wissenschaftler der Volkskunde aus der Schweiz, Liechtenstein, Vorarlberg und dem Piemont in Italien sahen die Möglichkeiten einer grenzüberschreitenden Kulturpflege. So kam es zur Gründung der Vereinigung für Walsertum mit dem Sitz in Brig. Es wurde beschlossen, alle drei Jahre jeweils abwechselnd in der Schweiz, im italienischen Piemont, in Triesenberg in Liechtenstein und in Vorarlberg ein Internationales Walsertreffen zu organisieren, das von der jeweiligen Region beziehungsweise vom jeweiligen Land veranstaltet wird.

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