Damüls

Bürgermeister
und Ortsvertreter der VWV

Stefan Bischof

Kontakt:

Kirchdorf 136
6884 Damüls
T: +43 5510 621 12
M: buergermeister@damuels.at

Allgemeines

Im Herzen Vorarlbergs liegt das Walserdorf Damüls. Die weitausgedehnte Streusiedlung in einer Höhenlage zwischen 1300 bis 1700 m besteht aus den drei Parzellen Oberdamüls, Uga und Schwende. Das Gemeindegebiet erstreckt sich über eine Fläche von 21 km². Damülz zählt 350 Einwohner.

Geschichtedamuels

Zum Ortsnamen Damüls gibt es zwei Deutungen. In der ältesten vorhandenen Urkunde vom Jahre 1382 steht die Bezeichnung Tumuls, vermutlich vom Lateinischen tumulus = Hügel abgeleitet. 1436 wird Damüls und 1465 Damulc geschrieben. In einer Ablassurkunde des Jahres 1500 findet sich die ganz vereinzelt stehende Lesart „Ufi dem Mulcz“. Mulcz ist ein romanisches Wort, das mit dem lateinischen mulgere = melken stammesverwandt ist. „Ufi dem Mulcz“ könnte also auf der Melkalpe heißen, was der Wirklichkeit weitgehend entsprechen würde.

Vereinzelte vordeutsche Namen wie Trischta, Bregez und Portla lassen darauf schließen, dass Damüls schon früh als Jagd- und Alpgebiet genutzt wurde. Die dauernde Besiedlung ist aber zweifellos das Werk der aus dem Schweizer Kanton Wallis stammenden Walser. Sie ist im Zusammenhang mit der des Laternsertales zu sehen. Die Grundlage dieser Walserkolonie bildet ein Vertrag aus dem Jahre 1313. Die Grafen Rudolf und Berchtold von Montfort/Feldkirch belehnten die Walliser Thomas und Jakob Bondt, Walters Söhne ze der Tannen, Heinrich Vogel von Bont, Jakob von Nifesinen und seinen Sohn Walter gegen einen Martinizins von vier Pfd. Const. Münze mit der Alpe Ugen. Die Belehnung erfolgte gleichzeitig mit der von Bonacker/Außerlaterns an weitere Walser Siedler.

Dreizehn Jahre später, am 16.6.1326, fand eine weitere Belehnung durch Graf Ulrich von Montfort im Einvernehmen mit seinem Bruder Rudolf statt. Acht Walser erhielten die „Allb Tamuls“ als Erblehen. Die Lehensleute waren meist noch dieselben Personen wie die in der ersten Urkunde 1313 genannten; teilweise ihre Nachkommen. Von diesen Walser Kolonisten stammt zum großen Teil nicht nur die Bevölkerung von Damüls, sondern auch die von Fontanella und teilweise auch anderen Orten im Großen Walsertal ab. Auch im hinteren Bregenzerwald stammt ein nicht unbedeutender Teil der Bevölkerung von Walsern ab, wie auf Grund der Familiennamen festzustellen ist. Natürlich erfolgte auch umgekehrt eine Zuwanderung.

(Nach dem Artikel „Die Walsergemeinde Damüls“ von Bruno Bischof in der „Walserheimat“ Nr. 26 aus dem Jahre 1980)

Heute ist Damüls im Sommer und im Winter ein Magnet für Besucher aus dem ganzen Land – über die Straßenverbindung aus dem Bregenzer Wald, über den Furkapass aus dem Laternser Tal und über Faschina aus dem Großen Walsertal.

Kultur und Sehenswürdigkeiten:

Pfarrkirche Damüls

Die Pfarrkirche in Damüls liegt auf 1429 m und zählt mit ihren spätmittelalterlichen Wandmalereien, ihrer figuralen Ausstattung und ihrer solitären Lage auf dem Kirchenhügel zu den Highlights der Vorarlberger Kunstgeschichte.

Dem Heiligen Nikolaus ist die gotische Kirche mit barocker Glockenstube geweiht. 1392 erbaut, wurde sie ca. 100 Jahre später neu errichtet und um die Wende vom 17. zum 18. Jahrhundert barockisiert. Das Deckengemälde im Langhaus zeigt verschiedene Szenen des Marienlebens, gerahmt von mehreren Heiligenfiguren. Fresken aus dem 15. Jahrhundert stellen an der Nordwand die Passion Christi dar. Das Jüngste Gericht ist am Chorbogen wiedergegeben. Der Hochaltar wird auf das Jahr 1733 datiert. Die Aufsätze Gottvater, zwei Gebälkengel und Erzengel Michael stammen vom ehemaligen frühbarocken Hochaltar um 1630.

Kulisse Pfarrhof / FIS-Skimuseum:

Der alte, leerstehende Pfarrhof wurde im Jahr 2013, anlässlich der 700-Jahr Feier der Gemeinde Damüls, eröffnet und beinhaltet neben einer ständig wechselnden Sonderausstellung ein Skimuseum. Nach der Sanierung des Gebäudes im Sommer 2017 wurde die Ausstellung komplett überarbeitet und durch die FIS ausgezeichnet.

Das FIS-Skimuseum sowie die jeweilige Sonderausstellung ist in den Monaten Dezember bis April sowie von Juni bis Oktober kostenfrei zugänglich. Über die aktuellen Öffnungszeiten informiert die Gemeinde oder das Tourismusbüro.

Stofelkapelle:

Die Stofelkapelle auf der Alpe Oberdamüls wurde im Jahr 1995 auf Grund ihrer Einzigartigkeit unter Denkmalschutz gestellt. Das Alter der Kapelle selbst ist nicht genau datierbar. Auf dem Fenstersturz seht die Jahreszahl 1689, jedoch muss es sich dabei nicht um das Erbauungsjahr handeln. Einzigartig ist, dass das flache Satteldach aus großen Steinplatten besteht.

Wirtschaft und Infrastruktur

Die Walsergemeinde Damüls hat sich, unter anderem aufgrund der Schneesicherheit, zu einem internationalen Wintersportort etabliert und erlebte durch den Zusammenschluss der Skigebiete Damüls mit Mellau im Jahr 2009 einen weiteren Entwicklungsschub. Da sich auch die Sommersaisonen in den alpinen Tourismusregionen positiv entwickeln, konnte Damüls im Tourismusjahr 2022/23 erstmal über 300.000 Gästenächtigungen verzeichnen

Persönlichkeiten

Josef Abel ist die einzige Persönlichkeit, die in der Walsergemeinde Damüls zum Ehrenbürger ernannt wurde. Um alle seine Verdienste für die Gemeinde aufzuzählen, würde viele Zeilen und Absätze in Anspruch nehmen, deshalb wird die Beschreibung auf die Laudatio von Bürgermeister Stefan Bischof zu seiner Ernennung als Ehrenbürger im Jahr 2014 gekürzt: „Josef Abel hat Werte vermittelt, war immer ein Vorbild und hat kulturelle Impulse in unserer Gemeinde gesetzt, die noch lange Zeit lange wirken.“

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„Ich habe die Verfassung des Berichtes von meinem Vorgänger als Gemeindesekretär übernommen. Mir würde etwas fehlen, wenn ich die jährliche Gemeindechronik am Jahresende nicht mehr schreiben würde. Die Chronik liefert einen interessanten Blick auf die vielen Ereignisse des abgelaufenen Jahres.“

Bernd Madlener - Chronist der Walserheimat für Damüls