Chronik 2025 Laterns

Das Jahr 2025 in der Gemeinde Laterns

Im Skigebiet Laterns Gapfohl startete die Wintersaison 2024/25 verheißungsvoll, da bereits Ende November ergiebige Schneefälle zu verzeichnen waren. Bedingt durch eine Föhnwetterperiode konnte der Betrieb erst am 14. Dezember gestartet werden, war dann aber durchgehend bis zum Saisonsende am 23. März 2025 gewährleistet.

Recht ähnlich verlief auch der Start der Wintersaison 2025/26: Auch hier setzten Schneefälle früh ein, wodurch ein Saisonstart schon Anfang Dezember möglich war. Massive Regenfälle vor Maria Empfängnis und eine ungewöhnliche Warmwetterphase ließen die weiße Pracht jedoch wieder schnell verschwinden. Nur durch den vorangegangenen Einsatz von Schneekanonen konnte der Betrieb über Weihnachten aufrechterhalten werden.

Bei den am 16. März abgehaltenen Gemeindewahlen traten in der Gemeinde Laterns – wie bei der vergangenen Wahl – zwei Listen an: Die „Gemeindeliste Laterns“ sowie die Liste „Für önschas Laternsertal“. Mit 59 Prozent der abgegebenen Stimmen konnte die Gemeindeliste Laterns einen kleinen Zuwachs von einem Prozent gegenüber der letzten Wahl verbuchen. Die Wahlbeteiligung lag bei 78,5 Prozent, was einem Rückgang gegenüber den Wahlen 2020 um zirka 2,5 Prozent entspricht.

Die konstituierende Sitzung der neuen Gemeindevertretung am 26. März brachte keine nennenswerten Veränderungen. Als Bürgermeister wurde wiederum Gerold Welte von der Gemeindeliste Laterns gewählt. Auch das Geschlechterverhältnis hat sich nicht verändert: Von den zwölf Gemeindemandataren sind vier weiblich.

Am 1. März wurde der Dorfladen Laterns durch den Betreiber Harald Nesensohn geschlossen, da eine wirtschaftliche Weiterführung trotz finanzieller Unterstützungen von Land und Gemeinde nicht mehr möglich war. Der Nahversorgungsbetrieb versorgte über einen Zeitraum von 26 Jahren die Bevölkerung mit Gütern des täglichen Bedarfs.

Im Jahre 2025 wurden in Laterns wichtige touristische Weichen für die Zukunft gestellt. Bereits im Sommer durften sich die Besucher an neuen Angeboten erfreuen: Mit der Einführung einer neuen Buslinie zwischen Innerlaterns und Damüls wird nun erstmals auch das Furkajoch über öffentliche Verkehrsmittel erreichbar, das ermöglicht eine Erschließung dieses schönen Wandergebietes. Werbetechnisch wurde die neue Buslinie mit dem bemerkenswerten Slogan „Übern Furka gurka“ beworben.

Die Gemeinde Laterns ist nun auch Mitglied einer Fördervereinbarung mit der Bodensee-Vorarlberg-Tourismus GmbH, welche es den Übernachtungsgästen der beigetretenen Gemeinden ermöglicht, sämtliche öffentlichen Verkehrsmittel in ihrem Urlaub gratis zu benutzen.

Im Herbst eröffneten die Seilbahnen Laterns ein neues touristisches Angebot. Eine musikalische Rätselralley führt nun die Besucher auf einer Weglänge von 3,5 Kilometer über einen „Kugelweg“ von der Berg- zur Talstation. Der Weg ermöglicht ein spielerisches Lernen, Entdecken und Erleben in der freien Natur und lädt dazu ein, Natur und Akustik spielerisch kennenzulernen.

Am selben Wochenende wurde auf dem Parkplatz der Seilbahnen Laterns unter dem Motto „Wasser Marsch“ das Feuerwehrfest der Freiwilligen Feuerwehr Laterns ausgetragen. Ganz im Mittelpunkt stand dabei die Abhaltung des 40. Nassleistungsbewerbes der Bezirke Feldkirch und Dornbirn. Neben diesem Bezirkswettbewerb wurde das umfangreiche Programm noch mit einem Gaudi-Cup, mit einer Fahrzeug- und Pumpensegnung sowie mit einem großen Festumzug umrahmt. Das Fest stand sogar auch bei der Live-Übertragung der Etappe der Österreichrundfahrt durch das Laternsertal kurz im Mittelpunkt der internationalen Bild- und Tonübertragung.

Radler in Laterns
Die Österreich-Radrundfahrt „Tour of Austria“ machte erstmals einen Besuch im Laternsertal und verlangte den Teilnehmern dieser Etappe mit insgesamt 144 Kilometern und knapp 3.400 Höhenmetern alles ab. Bei der letzten Etappe am 13. Juli musste nach dem Start in Feldkirch der steile Anstieg auf das Furkajoch bewältigt werden. Durch die Live-Übertragung des kompletten Anstieges durch
das Laternsertal auf das Furkajoch bei herrlichen Wetterbedingungen wurde unsere Talschaft einem Millionenpublikum als zukünftige Sportdestination schmackhaft gemacht.

Vor rund 26 Jahren wurde durch engagierte Bürger die Initiative „Strom aus der Sonne“ ins Leben gerufen. Auf Basis einer Bürgerbeteiligung konnte in Folge die erste Photovoltaikanlage (PV) in Betrieb genommen werden. Neben der Errichtung dieser PV-Anlage war es auch ein Ziel der Arbeitsgruppe, ein Bewusstsein für diese umweltfreundliche Energiegewinnung zu schaffen. Da diese Ziele erreicht werden konnten, beschloss die Arbeitsgruppe, die bisherigen Einnahmen der Gemeinde Laterns für die Errichtung einer neuen PV-Anlage zu übergeben.

Im Herbst 2025 war es dann soweit: Auf den Dächern der Volksschule Laterns sowie des Dorfsaales wurde eine moderne Anlage mit insgesamt 85 kW Leistung errichtet. Auch zwei Ladestationen für E-Autos waren Bestandteil dieses Projektes. Für eine optimale Verteilung der gewonnenen Energie beschloss die Gemeindevertretung einstimmig, auch einer gemeindeübergreifenden Energiegemeinschaft beizutreten.

Photovoltaikanlage auf dem Dach des Dorfsaales Laterns
Die neue Photovoltaikanlage auf den Dächern des Dorfsaales sowie der Volksschule Laterns

Die Gemeinde Laterns ist nun offiziell auch der Gemeinde-App „Cities“ beigetreten. Dieses aktuelle Medium erleichtert nicht nur der Gemeindeverwaltung, sondern auch Vereinen und beigetretenen Institutionen eine schnelle Veröffentlichung ihrer Beiträge und Informationen. Um für diese Aufgaben gerüstet zu sein, fand am 15. September für alle Verantwortlichen eine Schulung statt.

Heftige Unwetter am 22. August richteten im Gemeindegebiet Laterns zahlreiche Schäden an Wegen und Zufahrten an. Dabei wurden unter anderem die Wege zur Alpe Wies, der Furxweg, die Oberdorfstraße sowie der Stöckweg in Mitleidenschaft gezogen.

Musste im vergangenen Jahr der alljährliche Alpabtrieb der Gemeindealpe Gapfohl wegen Schneefällen abgesagt werden, so konnte 2025 die Veranstaltung am 13. September wie geplant bei herrlichem Herbstwetter durchgeführt werden. Bereits am 3. September erfreuten sich viele Besucher am Abtrieb der Alpe Leue.

Beim Jahreskonzert des Musikverein Laterns – erstmals abgehalten am 1. Advent – wurden Andreas Welte für 50-jährige aktive Vereinszugehörigkeit und Isabell Fessler, welche nun als zweite Frau im Verein auf ein 25-jähriges Jubiläum zurückblicken kann, geehrt.

Sterbefälle

Walter Nesensohn, 85 Jahre; Johannes Zimmermann, 63 Jahre; Alwin Furxer, 79 Jahre; Harald Nesensohn, 65 Jahre; Erika Matt, geb. Zech, 93 Jahre; Maria Nesensohn, 95 Jahre; Paula Heinzle, 86 Jahre; Adelrich Matt, 78 Jahre; Otto Nesensohn, 86 Jahre.

Text und Fotos: Dietmar Breuß