Chronik 2025 Ebnit

Das Jahr 2025 in der Gemeinde Ebnit

Die Schneefälle zu Jahresbeginn 2025 ließen hoffen, jedoch war die weiße Pracht im Dorf und dem Skigebiet Heumöser während des restlichen Winters nicht durchgehend vorhanden. Das RSG-Cup- Rennen am 1. Februar, das vom WSV Ebnit gemeinsam mit dem SC Mühlebach veranstaltet wurde, musste dann doch in Damüls stattfinden. Auch der angedachte Skikurs in den Semesterferien fiel einer Tauwetterphase zum Opfer. Der erste große Schneefall kam erst am 14. Februar in unser Tal.

Am 15. Februar wurde erfolgreich der Faschingsumzug durchgeführt. Vom Ortseingang im Unterdorf ging es munter und laut mit Aufenthalt am Kirchplatz bis zur Heumöser. Die örtlichen Funkenbauer und Verpflegungsspezialistinnen erfüllten die hochgesteckten Erwartungen und konnten am 8. März einmal mehr einen beindruckenden Funken sowie ein gelungenes Rahmenprogramm präsentieren.

Die Gemeindewahlen am 16. März waren ein Novum. Erstmals standen drei im kleinen Ebnit wohnende Personen auf dem Wahlzettel der Stadt Dornbirn. Jakob Berchtold und Heino Peter erreichten einige Vorzugsstimmen, mit Antje Wagner zog erstmals eine Ebniterin in die Dornbirner Stadtvertretung ein.

Am 8. Mai organisierte Fabian Simon eine Schutzwaldbegehung samt Fachgespräch zum Klimawandel sowie zum Jagd- und Waldzustand. Dabei waren unter anderem Vertreter der Bezirksforstinspektion, des Jagdschutzes, der Stadt Dornbirn und der Wildbach- und Lawinenverbauung.

Nachdem im Vorjahr keine größeren Arbeiten an der Ebniterstraße vorgenommen wurden, hat die Stadt Dornbirn einen neuen Sanierungsabschnitt in Angriff genommen. Schon im März fanden erste Arbeiten statt, welche kurze Verkehrseinschränkungen bewirkten. Ab Mai ging es intensiver zur Sache, bis die Aktivitäten schließlich im Juni ihren Abschluss fanden. Im Bereich Knopfgalerie wurden zwei Abschnitte von insgesamt etwa einem knappen Kilometer zunächst ausgekoffert, mit Stütz- und Hangsicherungen versehen und danach neu asphaltiert. Zwar bedingten die Maßnahmen einmal mehr die unausweichlichen Sperrzeiten tagsüber und gelegentlich auch nachts, die für ein abgeschlossenes Tal immer etwas problematisch sind, schlussendlich konnten die Bauarbeiten aber noch rechtzeitig vor den Sommerferien fertiggestellt werden.

Die Tradition der Ebniter Kilbe wurde fortgeführt – am 20. Juli fanden sich nach der Sonntagsmesse anlässlich des nahenden Magdalenentages zahlreiche Gäste ein, um das Patrozinium der Pfarrkirche zu begehen. Vom Hotel Alpenrose wurden mehrere Marktstände sowie eine musikalische Unterhaltung organisiert.

An den Reiter- und Englisch-Camps des Reitvereins nahmen im Sommer über 150 Kinder teil. Sie verbrachten jeweils knapp eine Woche im Reitzentrum und auf dem Rücken der Isländerpferde. Außerdem gab es erstmals ein Yakaricamp mit Reiten, Bogenschießen, Schluchten-Flying-Fox und Outdoorprogramm. Das neu geborene Hengstfohlen Ari gewann bei der Fohlenschau den 1. Preis und wurde damit „Mr. Vorarlberg“ bei den Fohlen. Hannah Berchtold erreichte den Titel der Landesmeisterin in der Allgemeinen Klasse als Gesamtsiegerin „Top of Dressage“. Der Nachwuchs steht bereits in den Startlöchern: Pia Kutzer konnte im Jahreslauf bei mehreren Turnieren ihre ersten Sporen verdienen.

2 ältere Frauen in Walsertracht
Durch eine Initiative von Bruno Peter wurde am 30. Mai im historischen ehemaligen Sennereihüsle von Manuel und Dominik von „Frame2Frame“ ein professionelles Musikvideo gedreht. Elmar Peter und seine Musikgruppe präsentierten das von Elmar vertonte „Ebniter Lied“, dessen Text aus der Feder des 1991 verstorbenen, ehemaligen Chronisten der Walserheimat Eugen Peter stammt. Neben den Musikern und der Sängerin
fungierten auch die Mutter der Ebniter Tracht, Ilse Zirovnik (rechts im Bild), und ihre Schwester Waltraud, passend gekleidet, als Mitwirkende. Gastgeber war Daniel Flatz, der das Haus kürzlich
erworben hat. Foto: Mario Peter

Die Umbauarbeiten im Beständerhaus der Kirche schritten voran, so konnten im Herbst die Hauptarbeiten am kleinen Saals der alten Schule und die WC-Anlagen weitgehend beendet werden.

Die traditionelle Nikolausfeier des Wintersportvereins fand pünktlich am 6. Dezember in spannungsgeladener Atmosphäre mit Lagerfeuer und „Säckle“ auf der Terrasse des Hotels Alpenrose statt. Bemerkenswert war der zahlreich anwesende sehr junge Nachwuchs des Vereins, der auf eine glänzende Zukunft hoffen lässt. Auch ein stimmungsvolles Weihnachtsmärktle neben der Kirche und dem Hotel Alpenrose, organisiert von der Wirtin Isabel Feuerstein, erfreute am Folgetag die zahlreich erschienenen Gäste, unter anderem mit einem Stand der Ebniter Frauen mit Selbstgemachtem. Dieser gelungene Auftakt in die weihnachtliche Saison ließ Hoffnung für die Wintersaison aufkommen, jedoch schmolz diese mit dem restlichen Schnee noch vor den Feiertagen dahin. An einen Liftbetrieb war nicht zu denken. Dabei hatte der WSV noch im November eine besonders intensive Pistenräumaktion durchgeführt. Mit vielen Helfern und technischem Gerät wurden Steine und angehende Verbuschungen entfernt. Für den erfolgreichen Skibetrieb nutzte es nichts, somit fiel auch der Weihnachtsskikurs aus. Am hl. Abend gab es wenigstens einige Zentimeter Schnee.

Mit Jahresschluss endete auch die 22-jährige Tätigkeit von Sissi Zirovnik als Mesnerin der Pfarrkirche. Mit gemischten Gefühlen und ihrem 80. Geburtstag in Sichtweite konnte sie am 28. Dezember ein letztes Mal ihren Dienst versehen, begleitet von ihrer Familie und zahlreichen Gläubigen sowie Pfarrer Hans Fink. Eine dankbare Pfarrgemeinde blickt zurück!

Geburten

Irma Schmuck, Eltern Christiane und Jakob Schmuck;
Livia, Eltern Selina Riedmann und Pascal Loteritsch

Jubilare

Ilse Zirovnik, 85 Jahre
Wilfried Peter, 85 Jahre

Sterbefälle

Hanni Hobrecht, 91 Jahre; Antonie Peter, 95 Jahre; Elfriede Peter, 92 Jahre; Albin (Bine) Klammer, 69 Jahre; Heidi Kempf, 81 Jahre; Werner Hagen, 83 Jahre.

Mario Peter