{"id":692,"date":"2015-06-27T15:53:08","date_gmt":"2015-06-27T13:53:08","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wordpress.vorarlberger-walservereinigung.at\/?p=692"},"modified":"2024-05-29T15:46:44","modified_gmt":"2024-05-29T13:46:44","slug":"brand","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vorarlberger-walservereinigung.at\/vwvwp\/brand\/","title":{"rendered":"Brand"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-media-text is-stacked-on-mobile has-background\" style=\"background-color:#c5c5c5;grid-template-columns:20% auto\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"142\" height=\"200\" src=\"https:\/\/www.vorarlberger-walservereinigung.at\/vwvwp\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/brand.gif\" alt=\"\" class=\"wp-image-1080 size-full\"\/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<h2 class=\"wp-block-heading\">B\u00fcrgermeister<br>und Ortsvertreter der VWV<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Klaus Bitschi<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Kontakt:<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gufer 81<br>&phone; +43 5559 30816<br>&#128231; klaus.bitschi@brand.at<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Allgemeines<\/h2>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Gemeindewappen<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Gemeindewappen stellt einen in rotem Schr\u00e4gflammenschnitt geteilten silbernen Schild dar. Es spielt an die Herkunft des Ortsnamens Brand von \u201ebrennen\u201c an und soll an die Rodungsarbeit durch die ersten Walser erinnern. Dem steht allerdings auch eine andere Auslegung gegen\u00fcber, wonach der Name vom r\u00e4toromanischen \u201epratu grande\u201c abgeleitet sei, was gro\u00dfe Wiese bedeutet.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Geschichte<a href=\"https:\/\/www.vorarlberger-walservereinigung.at\/vwvwp\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/brand-sommer.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-11778 size-medium\" title=\"Brand\" src=\"https:\/\/www.vorarlberger-walservereinigung.at\/vwvwp\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/brand-sommer-300x235.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"235\" srcset=\"https:\/\/www.vorarlberger-walservereinigung.at\/vwvwp\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/brand-sommer-300x235.jpg 300w, https:\/\/www.vorarlberger-walservereinigung.at\/vwvwp\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/brand-sommer-150x118.jpg 150w, https:\/\/www.vorarlberger-walservereinigung.at\/vwvwp\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/brand-sommer-600x470.jpg 600w, https:\/\/www.vorarlberger-walservereinigung.at\/vwvwp\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/brand-sommer.jpg 745w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Ich Grave Hardtmans von Werdenberg von Sargans vergich ainer Warhaitt, was von mir an disem brief geschrieben statt, vnnd das Ich durch Pett willen mein Innsigl an disen brief gehenckht han, der geben ist an dem n\u00e4chsten Freytag nach Sant Niclaustag, do man zallt von Gottes Geburt dreyzechenhundert vnd vierzig Jar, darnach dem Sybenden Jar&#8220;. So steht es geschrieben in der Schenkungsurkunde vom 7. Dezember 1347.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es gibt in Vorarlberg oder der Schweiz nur wenige Walsersiedlungen, die ihre Gr\u00fcndung urkundlich so genau belegen k\u00f6nnen wie Brand. Die Urkunde nennt nicht nur die Familiennamen der ersten zw\u00f6lf Kolonisten mit Alaman, Ganntenbainen, Salzgeber und Schwarzen, sie gibt auch die Namen der Gemarkungen des \u00fcbergebenen Gutes und den festgesetzten Lehenszins an. Einzigartig unter den Walsersiedlungen in Vorarlberg ist, dass die &#8222;<b>Vnderthan ze B\u00fcrs<\/b>&#8222;, also die B\u00fcrser selbst, die Lehensgeber waren, w\u00e4hrend der Landesherr lediglich den Vertrag zustimmend besiegelte. Diese Tatsache l\u00e4sst auf eine bereits gro\u00dfe Eigenst\u00e4ndigkeit der Menschen in der Herrschaft Sonnenberg schlie\u00dfen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Lehensurkunde selbst ist nicht erhalten, aber eine sogenannte Vidimusurkunde. Das ist eine gerichtlich beglaubigte Abschrift, die am 7. Juni 1580 von Hanns Hartmann, dem Ammann und Richter der Herrschaft Sonnenberg, ausgestellt worden ist. Anlass dazu war die Klage des Pfarrherrn von B\u00fcrs, Johannes Benntz, gegen die Brandner Walser, wonach diese ihren vertraglich eingegangenen Zinszahlungen nicht mehr nachkommen w\u00fcrden. Das ist begreiflich, waren seit der \u00dcbergabe des Tales \u201eVallawier\u201c doch schon \u00fcber 200 Jahre vergangen und unangenehme Verpflichtungen geraten gerne in Vergessenheit. Neben dem klagenden B\u00fcrser Pfarrherrn erschienen vor Gericht \u201eChristian Frumbelt der ellter und Hans Glatterner beed derzeit Geschwornen anstatt uund Innamen der ganzen gemaind und nachparschafft in Pranndt, Item Andreas Schwald unnd Hanns Beckh, geordnete Kirchenpfleger Unser lieben Frauwen Gotshaus daselbs, all vier mit Vollmechtigem gewallt antworten am Anderen Thayl\u201c<span style=\"font-family: Verdana, serif;\">.<\/span><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Weg der zw\u00f6lf Erstsiedlerfamilien f\u00fchrte nicht gleich hierher. Sie lie\u00dfen sich \u00fcber mehrere Zwischenstationen zun\u00e4chst im benachbarten Pr\u00e4ttigau in der Schweiz nieder. Nach Brand zugewandert sind sie schlie\u00dflich vom heute aufgelassenen St\u00fcrvis oberhalb von Seewis. Genaue Hinweise \u00fcber den Weg von dort in ihre neue Heimat gibt es nicht. Es ist aber anzunehmen, dass sie \u00fcber das Salarueljoch herzogen, mit 2.250 m die niedrigste Querung des R\u00e4tikon-Hauptkammes. Sie d\u00fcrften sich zun\u00e4chst im Zalimtal oberhalb von Brand, in der dortigen Ebene der \u201eWies und Zagabna\u201c niedergelassen haben, bevor sie ihren Wohnsitz in die Talebene verlegten. Hier fanden sie eine unber\u00fchrte Naturlandschaft vor und mussten den Talboden erst urbar machen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Da es sich beim &#8222;Thal Vallawier&#8220; um eine noch sehr unwirtliche und unwegsame Urwaldlandschaft handelte, war der Lehenszins auch dementsprechend niedrig. Der j\u00e4hrlich zu entrichtende &#8222;Martinizins&#8220; von 21 Vierteln Schmalz, gemeint ist sicher Butter, entspricht einer Gewichtsmenge von 212,5 Kilogramm mit einem heutigen Wert von etwa 800 Euro. Hinzu kam noch der Geldzins von 12 Pfund Pfennig Konstanzer M\u00fcnze, dessen Wert aber nicht mehr als 70 \u20ac betragen haben d\u00fcrfte. Ob die B\u00fcrser das Tal um so einen geringen Betrag heute noch hergeben w\u00fcrden?<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Von der Landwirtschaft zum Tourismus<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jahrhundertelang \u00e4nderte sich wenig an der anspruchslosen Lebensweise der Brandner Bauern. Wenn sie auch in einem st\u00e4ndigen Kampf mit den Unbilden der Natur standen, so f\u00fchrten sie doch ein freies, gesundes Leben in einem landschaftlich reizvollen Bergtal. Ab Mitte des 19. Jhdt. war ein bescheidener Hauch von Alpinismus zu sp\u00fcren. Mit dem Bau einer Schutzh\u00fctte am L\u00fcnersee im Sommer 1871 wurde nicht nur<b> <\/b>\u201edas Zeitalter des Bergf\u00fchrerwesens\u201c<b> <\/b>eingel\u00e4utet, dasselbe Jahr kann auch als \u201eDas Geburtsjahr des Fremdenverkehrs im Brandnertal\u201c<b> <\/b>bezeichnet werden. Brand wurde in den Folgejahren zu einem Eldorado f\u00fcr Bergsteiger und ab der Jahrhundertwende zu einem beliebten Luftkurort f\u00fcr Sommerfrischler.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">W\u00e4hrend der beiden Weltkriege kam der Fremdenverkehr total zum Erliegen. Als im Jahr 1950 die erste Seilbahn auf den Niggenkopf gebaut wurde, entwickelte sich das Bergdorf nach und nach zu einem bl\u00fchenden Tourismusort f\u00fcr Sommer-und Winterg\u00e4ste. Die Landwirtschaft ging dabei immer mehr zur\u00fcck. Sie ist f\u00fcr den Ort zwar unverzichtbar, spielt aber wirtschaftlich nur noch eine untergeordnete Rolle. Von den einst \u00fcber 60 Landwirten um das Jahr 1900 sind im Jahr 2016 gerade noch 14 aktive Bauern \u00fcbrig geblieben. Allerdings lebt keiner mehr von der Landwirtschaft allein.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Brand ist heute ein weit \u00fcber die Landesgrenzen bekannter Ferienort<span lang=\"de-DE\">. Ein <\/span>ausgewogenes Freizeitangebot sorgt daf\u00fcr, dass sowohl im Winter wie auch im Sommer f\u00fcr jeden etwas dabei ist. Das Gesicht des Walserdorfes hat sich aber ge\u00e4ndert. Zwischen Hotels, Gastronomiebetrieben und Freizeitanlagen finden sich nur noch vereinzelt alte, sonnenverbr\u00e4mte St\u00e4lle. Sie stehen bis auf wenige Ausnahmen leer, erinnern aber an jene Zeit, als noch die Landwirtschaft der Haupterwerb der Dorfbev\u00f6lkerung war. Wir Brandner haben allen Grund, uns dankbar unserer Vorfahren zu erinnern, die vor fast 700 Jahren den Grundstein f\u00fcr unsere sch\u00f6ne Heimat und unseren Wohlstand gelegt haben.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Sehensw\u00fcrdigkeiten:<\/h2>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Walserensemble<\/li>\n\n\n\n<li>Naturdenkmal Kesselfall<\/li>\n\n\n\n<li>Freizeitzentrum mit Badesee<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-buttons is-layout-flex wp-block-buttons-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-button has-custom-width wp-block-button__width-100 is-style-outline is-style-outline--1\"><a class=\"wp-block-button__link has-text-color has-link-color wp-element-button\" href=\"https:\/\/www.gemeinde-brand.at\/\" style=\"color:#c30f1a\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Zur Webseite der Gemeinde Brand<\/a><\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>B\u00fcrgermeisterund Ortsvertreter der VWV Klaus Bitschi Kontakt: Gufer 81&phone; +43 5559 30816&#128231; klaus.bitschi@brand.at Allgemeines Gemeindewappen Das Gemeindewappen stellt einen in rotem Schr\u00e4gflammenschnitt geteilten silbernen Schild dar. Es spielt an die Herkunft des Ortsnamens Brand von \u201ebrennen\u201c an und soll an die Rodungsarbeit durch die ersten Walser erinnern. 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