{"id":11961,"date":"2017-05-09T16:02:14","date_gmt":"2017-05-09T14:02:14","guid":{"rendered":"http:\/\/www.vorarlberger-walservereinigung.at\/vwvwp\/?p=11961"},"modified":"2024-03-02T16:09:54","modified_gmt":"2024-03-02T15:09:54","slug":"60-jahre-lawinenkatastrophe-im-grossen-walsertal","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vorarlberger-walservereinigung.at\/vwvwp\/60-jahre-lawinenkatastrophe-im-grossen-walsertal\/","title":{"rendered":"60 Jahre Lawinenkatastrophe im Gro\u00dfen Walsertal"},"content":{"rendered":"<h2>Eine Naturkatastrophe ver\u00e4ndert das Leben im alpinen Raum<\/h2>\n<p>Der 11. J\u00e4nner 1954 wird ein (ge-)denkw\u00fcrdiges Datum in der langen Geschichte des Gro\u00dfen Walsertales bleiben. Neben dem unmittelbaren Leid, welches die Bev\u00f6lkerung durch die Lawinenkatastrophe in den einzelnen Walserd\u00f6rfern ertragen musste, besch\u00e4ftigen die Bewohner des Gro\u00dfen Walsertales aber auch die langfristigen Folgen, welche selbst noch in der Gegenwart in der gesamten Region direkt oder indirekt sp\u00fcrbar sind.<\/p>\n<p><!--more--><br \/>\n<a class=\"ngg-fancybox\" title=\" \" href=\"https:\/\/www.vorarlberger-walservereinigung.at\/vwvwp\/wp-content\/gallery\/blons-lawine\/lawine54-1.jpg\" data-image-id=\"2189\" data-src=\"https:\/\/www.vorarlberger-walservereinigung.at\/vwvwp\/wp-content\/gallery\/blons-lawine\/lawine54-1.jpg\" data-thumbnail=\"https:\/\/www.vorarlberger-walservereinigung.at\/vwvwp\/wp-content\/gallery\/blons-lawine\/thumbs\/thumbs_lawine54-1.jpg\" data-title=\"lawine54-1\" data-description=\" \"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ngg-singlepic ngg-none alignleft\" title=\"Blick von oben auf das zerst\u00f6rte, am Hang des Ortskerns, oberhalb des Pfarrhofes gelegene Haus in Blons am 2.2.1954.\" src=\"https:\/\/www.vorarlberger-walservereinigung.at\/vwvwp\/wp-content\/gallery\/blons-lawine\/thumbs\/thumbs_lawine54-1.jpg\" alt=\"lawine54-1\" width=\"250\" height=\"163\"><\/a><\/p>\n<p>Mit dem Begriff \u201eLawinenkatastrophe 1954\u201c wird vor allem die davon am st\u00e4rksten betroffene <a href=\"https:\/\/www.vorarlberger-walservereinigung.at\/vwvwp\/blons\/\" target=\"_top\" rel=\"noopener\">Gemeinde Blons<\/a> in Verbindung gebracht. Von den insgesamt 80 Lawinenopfern des gesamten Gro\u00dfen Walsertales waren 57 (70 Prozent) alleine in Blons zu beklagen.<\/p>\n<h2>Wie konnte es zu dieser Katastrophe kommen?<\/h2>\n<p>Ursachen waren die \u00e4u\u00dferst ungew\u00f6hnlichen klimatischen Bedingungen im Herbst 1953. Ein wochenlanges Hoch bescherte dem Tal eine \u00fcberdurchschnittlich milde Sch\u00f6nwetterperiode. Noch kurz vor Weihnachten stand auf dem Lehrerpult der Volksschule Blons ein kleiner, frischgepfl\u00fcckter Blumenstrau\u00df. W\u00e4hrend die Natur bzw. der Boden noch gar nicht auf winterliche Bedingungen eingestellt war, kam es um den Jahreswechsel 1953\/54 zu einem Wetterumschwung verbunden mit massivem Niederschlag. Der erste Schnee dieses Winters fiel zudem in Form von federleichtem Pulverschnee. Binnen weniger Stunden waren pl\u00f6tzlich Schneeh\u00f6hen von \u00fcber zwei Metern in den Ortsgebieten zu verzeichnen. Unter diesen denkbar schlechten Voraussetzungen herrschte innerhalb k\u00fcrzester Zeit akute Gefahr durch \u201eStaublawinen\u201c. Auch wenn die damalige Situation durch eine Verkettung mehrerer ungew\u00f6hnlicher klimatischer Bedingungen zu erkl\u00e4ren ist, so muss auch langfristiges menschliches Versagen als Teilaspekt der Katastrophe erw\u00e4hnt werden. Der Zustand des Bannwaldes sowie die Lawinenverbauungen entsprachen zum Ungl\u00fcckszeitpunkt nicht den erforderlichen Kriterien. F\u00fcr die bewohnten Regionen war daher gegen die herrschenden Extrembedingungen kein ausreichender Schutz geboten.<\/p>\n<h2>Eine kurze Chronologie der Ereignisse<\/h2>\n<p><a class=\"ngg-fancybox\" title=\"Ausgrabung eines Bauernhofes durch freiwillige Helfer am 11.1.1954 in Blons. Foto: VLA III, Abt. Ia, 12_1_1958 Nr. 15_001\" href=\"https:\/\/www.vorarlberger-walservereinigung.at\/vwvwp\/wp-content\/gallery\/blons-lawine\/lawine54-2.jpg\" rel=\"\" data-image-id=\"2190\" data-src=\"https:\/\/www.vorarlberger-walservereinigung.at\/vwvwp\/wp-content\/gallery\/blons-lawine\/lawine54-2.jpg\" data-thumbnail=\"https:\/\/www.vorarlberger-walservereinigung.at\/vwvwp\/wp-content\/gallery\/blons-lawine\/thumbs\/thumbs_lawine54-2.jpg\" data-title=\"lawine54-2\" data-description=\"Ausgrabung eines Bauernhofes durch freiwillige Helfer am 11.1.1954 in Blons. Foto: VLA III, Abt. Ia, 12_1_1958 Nr. 15_001\"><img decoding=\"async\" class=\"ngg-singlepic ngg-right alignright\" src=\"https:\/\/www.vorarlberger-walservereinigung.at\/vwvwp\/wp-content\/gallery\/blons-lawine\/thumbs\/thumbs_lawine54-2.jpg\" alt=\"lawine54-2\"><\/a>Die ersten zwei Lawinentoten wurden schon am 10. J\u00e4nner aus <a href=\"https:\/\/www.vorarlberger-walservereinigung.at\/vwvwp\/fontanella\/\" target=\"_top\" rel=\"noopener\">Fontanella<\/a> gemeldet. Dort riss eine Staublawine im Seewaldtobel die jungen Gebr\u00fcder Stark auf dem Weg zur Kirche in den Tod. Am 11. J\u00e4nner forderten die T\u00fcrtsch- und Stelliberglawine in Fontanella weitere zehn Tote. Die Lochbrunnenlawine brachte in <a href=\"https:\/\/www.vorarlberger-walservereinigung.at\/vwvwp\/sonntag\/\" target=\"_top\" rel=\"noopener\">Sonntag<\/a> zehn weiteren Personen den Tod. In <a href=\"https:\/\/www.vorarlberger-walservereinigung.at\/vwvwp\/st-gerold\/\">St. Gerold<\/a> kamen an diesem Tag drei Menschen ums Leben.<\/p>\n<h2>Und was geschah in Blons? Dazu ein detaillierter Bericht:<\/h2>\n<p>Am Sonntag, den 10. J\u00e4nner 1954, war tags\u00fcber ein unglaublicher Schneezuwachs zu verzeichnen. Als erste Vorboten f\u00fcr ein gr\u00f6\u00dferes Ungl\u00fcck zerst\u00f6rten die Nova-Lawine, die Guetschel-Lawine sowie die Herawies-Lawine im Laufe des Tages sieben St\u00e4lle sowie eine Seilbahnstation. Der Schneefall setzte sich \u00fcber Nacht unvermindert fort, sodass es am Montag, den 11. J\u00e4nner 1954, zur bisher gr\u00f6\u00dften Naturkatastrophe mit Todesopfern im Gro\u00dfen Walsertal kam. In den fr\u00fchen Morgenstunden ging die Mura-Lawine nieder. Am Vormittag war es die Valentschina Stutz-Lawine, die ein erstes Todesopfer forderte. Um 10.05 Uhr brachte die Falvkopf-Lawine insgesamt 42 Menschen den Tod. Ein weiteres Opfer forderte zeitgleich die Stutz-Lawine. Um die Mittagszeit zerst\u00f6rte die M\u00fchletobel-Lawine einen Stall. Die Lawine im Eschtobel um 17.00 Uhr riss eine Person mit, welche seither als vermisst gilt. Weitere zw\u00f6lf Todesopfer sowie eine vermisste Person waren beim Abgang der Mont-Calv-Lawine zu beklagen, welche abends um 19.00 Uhr auch Teile des Ortszentrums zerst\u00f6rte. Insgesamt wurden an diesem Tag alleine in Blons 96 Menschen versch\u00fcttet, von denen 57 das Ungl\u00fcck nicht \u00fcberlebten. Die Beisetzung der Opfer erfolgte in einem provisorischen Massengrab beim Friedhof in Blons.<\/p>\n<h2>Das Leben muss weitergehen<\/h2>\n<p><a class=\"ngg-fancybox\" title=\"Tr\u00fcmmerbalken erschweren die Bergung der Opfer in Blons, nach denen unter Einsatz von 1.500 freiwilligen Helfern eifrigst gesucht wird. Foto: VLA III, Abt. Ia, 12_1_1958, Nr. 15_001\" href=\"https:\/\/www.vorarlberger-walservereinigung.at\/vwvwp\/wp-content\/gallery\/blons-lawine\/lawine54-3.jpg\" rel=\"\" data-image-id=\"2191\" data-src=\"https:\/\/www.vorarlberger-walservereinigung.at\/vwvwp\/wp-content\/gallery\/blons-lawine\/lawine54-3.jpg\" data-thumbnail=\"https:\/\/www.vorarlberger-walservereinigung.at\/vwvwp\/wp-content\/gallery\/blons-lawine\/thumbs\/thumbs_lawine54-3.jpg\" data-title=\"lawine54-3\" data-description=\"Tr\u00fcmmerbalken erschweren die Bergung der Opfer in Blons, nach denen unter Einsatz von 1.500 freiwilligen Helfern eifrigst gesucht wird. Foto: VLA III, Abt. Ia, 12_1_1958, Nr. 15_001\"><img decoding=\"async\" class=\"ngg-singlepic ngg-left alignleft\" src=\"https:\/\/www.vorarlberger-walservereinigung.at\/vwvwp\/wp-content\/gallery\/blons-lawine\/thumbs\/thumbs_lawine54-3.jpg\" alt=\"lawine54-3\"><\/a>Den Menschen blieb in jenen Wochen und Monaten kaum Zeit zur Verarbeitung der Erlebnisse. Die beklemmende Situation musste ganz einfach irgendwie ertragen werden, da allerorts \u00fcberlebenswichtige Ma\u00dfnahmen getroffen werden mussten. Unmittelbar nach der Katastrophe waren es daher die kollektive Trauer sowie die dr\u00e4ngenden Aufbauarbeiten, aus welchen die geschockte Bev\u00f6lkerung mehr oder weniger gezwungenerma\u00dfen Kraft zum Aufbau einer neuen Zukunft sch\u00f6pfen musste. Unterst\u00fctzt wurden die \u00dcberlebenden von zirka 1.500 Ersthelfern, welche sich aus der regionalen Umgebung, aber auch aus internationalen Hilfsdiensten (z.B. Helikoptereinsatz durch die US-Armee) rekrutierten. Da rund ein Drittel aller H\u00e4user und H\u00f6fe zerst\u00f6rt worden war, musste ein schwieriger Wiederaufbau in Angriff genommen werden. In den Folgejahren brachte eine verbesserte Massivbauweise der Eigenheime eine neue Architektur in das Dorf, was sich bei der genaueren Analyse des heutigen Ortsbildes immer noch sehr gut erkennen l\u00e4sst. Dass die Ereignisse aber auch viele Menschen zur Abwanderung bewogen, kann nachvollzogen werden.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Gemeinde Blons bedeutete die Lawinenkatastrophe von 1954 einen Bev\u00f6lkerungsverlust von insgesamt 28 Prozent beziehungsweise 103 Personen (57 Tote, 46 Abgewanderte). Auch 60 Jahre danach sind Teile der Bev\u00f6lkerung des Tales immer noch mit dem Trauma der Lawinenkatastrophe von 1954 konfrontiert. W\u00e4hrend materielle Verluste weitgehend wieder ersetzt werden konnten, ergab sich f\u00fcr viele \u00dcberlebende erst nach Jahrzehnten die M\u00f6glichkeit einer psychologischen Aufarbeitung des Erlebten mit professioneller Unterst\u00fctzung.<\/p>\n<h2>Ein solches Ereignis darf nicht vergessen werden<\/h2>\n<p>Eine erste Publikation der Lawinenkatastrophe schrieb der Journalist Joseph Wechsberg 1959 in seinem Roman \u201eBlons\u201c. Dabei schilderte er ziemlich wahrheitsgetreu die Ereignisse, allerdings in Romanform. Das Buch erschien auch in englischer Sprache und ist l\u00e4ngst vergriffen.<\/p>\n<p>Eine zusammenfassende Darstellung \u00fcber die Lawinenkatastrophe von 1954 sowie \u00fcber die Rettungsma\u00dfnahmen und den Wiederaufbau erfolgte im Jahre 1982 durch das von Eugen Dobler verfasste Buch \u201eLeusorg im Gro\u00dfen Walsertal\u201c. Das Buch erschien bereits in der 6. Auflage, Restbest\u00e4nde sind noch erh\u00e4ltlich.<\/p>\n<p>Mittlerweile erg\u00e4nzen vor allem ein gro\u00dfes Lawinendokumentationszentrum auf der Alpe H\u00fcggen sowie eine multimediale Informationsstelle im Gemeindeamt Blons das \u00f6ffentliche Bem\u00fchen, dieses Ereignis der Nachwelt in Erinnerung zu behalten. Die eindr\u00fccklichste Art der Bewusstseinsbildung rund um die Lawinenkatastrophe von 1954 sowie deren Auswirkungen bis in die Gegenwart ist jedoch der im Jahre 2004 angelegte Lawinenlehrpfad im Ortsgebiet von Blons. Der Rundweg, welcher auch als gef\u00fchrte Wanderung gebucht werden kann, f\u00fchrt vorbei an den Originalschaupl\u00e4tzen und zeigt direkt die aktuellen forst- und lawinentechnischen Ma\u00dfnahmen, welche zum Schutz der Wohngebiete getroffen werden m\u00fcssen. Prospektmaterial mit historischen Fotos und aktuellen Bildern der Gemeinde Blons erg\u00e4nzen die Information.<\/p>\n<p>Ebenfalls im Jahre 2004, also 50 Jahre nach der Katastrophe, wurde das neue Gemeindezentrum von Blons er\u00f6ffnet. Das Holz f\u00fcr dieses Geb\u00e4ude wurde gro\u00dfteils aus dem eigenen Schutzwald im Rahmen der Waldpflege gewonnen. Das Gemeindezentrum ist somit ein starkes Zeichen f\u00fcr die Bew\u00e4ltigung der Katastrophe und den Wiederaufbau und kann durchaus als Versuch eines symbolischen \u201eAbschlusses\u201c eines jahrzehntelangen Prozesses f\u00fcr die Gemeinde Blons und f\u00fcr das Gro\u00dfe Walsertal gesehen werden.<\/p>\n<p>Der 10. und der 11. J\u00e4nner blieben bis zum heutigen Tag markante Gedenktage. Das Lawinen-Kreuz im Ortszentrum von Blons, ein Lawinen-Denkmal an der Kirchenmauer sowie die \u201eLawinenglocke\u201c im Turm der Pfarrkirche sind weitere sichtbare Mahnmale an die menschliche Trag\u00f6die von 1954.<br \/>\n<a class=\"ngg-fancybox\" title=\"Lawinenholz im Dorfbach am 17.3.1954. Links oben die nach der Katastrophe erstellte Baracke des Stabes f\u00fcr die Wiederaufbauarbeiten. Foto: VLA III, Abt. Ia, 12_1_1958, Nr. 13_001\" href=\"https:\/\/www.vorarlberger-walservereinigung.at\/vwvwp\/wp-content\/gallery\/blons-lawine\/lawine54-4.jpg\" rel=\"\" data-image-id=\"2192\" data-src=\"https:\/\/www.vorarlberger-walservereinigung.at\/vwvwp\/wp-content\/gallery\/blons-lawine\/lawine54-4.jpg\" data-thumbnail=\"https:\/\/www.vorarlberger-walservereinigung.at\/vwvwp\/wp-content\/gallery\/blons-lawine\/thumbs\/thumbs_lawine54-4.jpg\" data-title=\"lawine54-4\" data-description=\"Lawinenholz im Dorfbach am 17.3.1954. Links oben die nach der Katastrophe erstellte Baracke des Stabes f\u00fcr die Wiederaufbauarbeiten. Foto: VLA III, Abt. Ia, 12_1_1958, Nr. 13_001\"><img decoding=\"async\" class=\"ngg-singlepic ngg-right alignright\" src=\"https:\/\/www.vorarlberger-walservereinigung.at\/vwvwp\/wp-content\/gallery\/blons-lawine\/thumbs\/thumbs_lawine54-4.jpg\" alt=\"lawine54-4\"><\/a><\/p>\n<p>Mit der cineastischen Verfilmung des Romans \u201eDer Atem des Himmels\u201c von Reinhold Bilgeri im Jahre 2011 wurde die Lawinenkatastrophe von 1954 auch international in den Blickpunkt ger\u00fcckt. Ob die k\u00fcnstlerische Vermischung der Trag\u00f6die mit einer erfundenen Liebesgeschichte jedoch als gegl\u00fcckt angesehen werden kann, dar\u00fcber scheiden sich im Gro\u00dfen Walsertal die Meinungen. Dass das Thema f\u00fcr die Nachfahren aber immer noch von sehr hohem und \u00fcberregionalem Interesse ist, zeigen die zahlreichen TV-Dokumentationen (z.B. \u201eMenschen und M\u00e4chte\u201c) und Interviews, welche in den letzten Jahren zusammengestellt und ausgestrahlt wurden. In Vorarlbergs gr\u00f6\u00dftem naturwissenschaftlichem Museum \u201einatura\u201c in Dornbirn ist der Lawinenkatastrophe von 1954 sogar eine eigene Filmpr\u00e4sentation gewidmet.<\/p>\n<h2>Die unglaublichen Leistungen eines Walserdorfes<\/h2>\n<p>Blons pr\u00e4sentiert sich heute als sicheres und modernes Dorf mit sehr hoher Lebensqualit\u00e4t und intakter Infrastruktur. Noch vor wenigen Jahren war Blons sogar die Gemeinde mit \u00d6sterreichs j\u00fcngster Bev\u00f6lkerungsstruktur \u2013 ein deutliches Zeichen daf\u00fcr, dass junge Familien eine Perspektive in diesem Walserdorf haben. Es wurden die richtigen Lehren aus dem Ungl\u00fcck gezogen und die Gefahren des alpinen Raumes werden nicht mehr verharmlost. Das Thema \u201eLawinenkatastrophe von 1954\u201c ist in den vergangenen 60 Jahren stets aufs Neue ins Bewusstsein der ganzen Talbev\u00f6lkerung gerufen worden. Es muss aber auch in den zuk\u00fcnftigen Jahrzehnten vorrangige Aufgabe aller verantwortlichen Personen in Politik, Land- und Forstwirtschaft sowie der Lawinen- und Wildbachverbauung bleiben, die richtigen Entscheidungen f\u00fcr einen sicheren und lebenswerten Biosph\u00e4renpark Gro\u00dfwalsertal zu treffen \u2013 im Sinne einer optimistischen Zukunft f\u00fcr uns und unsere Nachfahren.<\/p>\n<p><strong>David Ganahl, St. Gerold<\/strong><\/p>\n<p class=\"cyanbox\">Dieser Artikel ist in <a href=\"https:\/\/www.vorarlberger-walservereinigung.at\/vwvwp\/walserheimat-94-februar-2014\/\">Heft 94 <\/a>der &#8222;Walserheimat&#8220; zu finden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine Naturkatastrophe ver\u00e4ndert das Leben im alpinen Raum Der 11. J\u00e4nner 1954 wird ein (ge-)denkw\u00fcrdiges Datum in der langen Geschichte des Gro\u00dfen Walsertales bleiben. 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