{"id":10480,"date":"2017-01-12T22:36:27","date_gmt":"2017-01-12T21:36:27","guid":{"rendered":"http:\/\/www.vorarlberger-walservereinigung.at\/vwvwp\/?p=10480"},"modified":"2024-02-25T14:36:34","modified_gmt":"2024-02-25T13:36:34","slug":"tracht-in-brand","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vorarlberger-walservereinigung.at\/vwvwp\/tracht-in-brand\/","title":{"rendered":"Tracht in Brand"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-10479 alignright\" src=\"https:\/\/www.vorarlberger-walservereinigung.at\/vwvwp\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/019br11-288x300.jpg\" alt=\"\" width=\"288\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.vorarlberger-walservereinigung.at\/vwvwp\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/019br11-288x300.jpg 288w, https:\/\/www.vorarlberger-walservereinigung.at\/vwvwp\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/019br11-144x150.jpg 144w, https:\/\/www.vorarlberger-walservereinigung.at\/vwvwp\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/019br11.jpg 350w\" sizes=\"auto, (max-width: 288px) 100vw, 288px\" \/><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-1080\" src=\"https:\/\/www.vorarlberger-walservereinigung.at\/vwvwp\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/brand.gif\" width=\"120\" height=\"169\" \/>In Brand hat das Trachtenwesen keine ununterbrochene Tradition. Ab etwa der Mitte des 19. Jahrhunderts wurde die Tracht immer seltener, um dann schlie\u00dflich ganz von neuzeitlicher Kleidung abgel\u00f6st zu werden. Nur mehr einige wenige, in alten Truhen gefundene Relikte k\u00f6nnen uns ein Bild von der Kleidung unserer Vorfahren vermitteln. Erst vor etwa 50 Jahren tauchte wieder der Wunsch auf, sich mit der Kleidermode unserer Altvorderen zu befassen.<\/p>\n<p> Im Jahre 1983 gab es durch den damaligen Obmann der Trachtenkapelle, Helmuth Ga\u00dfner, den Versuch, einen Trachtenverein zu gr\u00fcnden, um das Trachtenwesen in Brand zu beleben. Dieser Versuch scheiterte damals am mangelnden Interesse in der Bev\u00f6lkerung. Es blieb erst 20 Jahre sp\u00e4ter dem Gastwirt Walter Huber vorbehalten, den Trachtenverein Brand am 30. Juni 2003 aus der Taufe zu heben.<!--more--><\/p>\n<h4>Die Frauentracht<\/h4>\n<p>Als <b>Oberteil<\/b> tragen die Frauen ein fein gemustertes, gr\u00fcnes, rotes oder blaues Brokatleibchen. Der Halsausschnitt und die Arml\u00f6cher sind mit schwarzem Moir\u00e9band eingefasst. Mit acht bis zehn Paar Silberschn\u00fcrhaken wird der schwarze, bunt bestickte Latz eingeschn\u00fcrt. R\u00fcckenmitte und Bogenn\u00e4hte sind schwarz paspeliert.<\/p>\n<p> Der kn\u00f6chellange <b>Rock<\/b> aus schwarzem Wollstoff hat am Saum einen 2 mm breiten roten Paspel, der 12 cm nach innen verst\u00fcrzt ist. Am Rocksaum ist ein schwarzes Samtband aufgen\u00e4ht. Die wei\u00dfe, hoch geschlossene Leinenbluse hat eine geh\u00e4kelte Spitze am Ausschnitt. Die \u00c4rmel der Bluse sind entweder weit oder als Keulen\u00e4rmel geschnitten.<\/p>\n<p> Zur Tracht wird eine gemusterte <b>Sch\u00fcrze<\/b> aus Seidenbrokat getragen. Diese soll sich farblich vom Oberteil abheben, z. B. roter Oberteil mit blauer Sch\u00fcrze.<\/p>\n<p> Der schwarze <b>Goller<\/b> aus Tuch wird auf der Achsel geschlossen. Er ist mit einem 4 cm breiten Moir\u00e9band eingefasst, die vier Ecken sind mit bunten Stickereien aufgeputzt. Zwei Silberketten mit Herzleabschluss verlaufen von der hinteren Gollerecke locker h\u00e4ngend unter dem Arm zur vorderen Gollerecke und wieder zum zweiten Drittel der vorderen Gollerecke mit herunterh\u00e4ngendem Abschluss. Am Halsausschnitt ist eine geh\u00e4kelte Spitze aufgen\u00e4ht.<br \/>\n Die verheiratete Frau tr\u00e4gt entweder eine schwarze <b>Haube<\/b> mit T\u00fcllverzierung und besticktem Haubenboden oder seit der Modifizierung einen schwarzen Filzhut. Auch das Tragen einer Pelzkappe w\u00e4re erw\u00fcnscht. Solche wurden fr\u00fcher nach alter \u00dcberlieferung in Brand auch getragen.<\/p>\n<p> Es werden schwarze <b>Seidenstr\u00fcmpfe<\/b> und schwarze <b>Lederschuhe<\/b> mit mittelhohem Absatz empfohlen. In der k\u00e4lteren Jahreszeit wird ein langer <b>Umhang<\/b> aus schwarzem Tuch getragen.<\/p>\n<p> Eine kurze, eher unauff\u00e4llige <b>Granatsteinkette<\/b> bildet den dezenten Schmuck.<\/p>\n<h4>Die M\u00e4nnertracht<\/h4>\n<p>Der Mann tr\u00e4gt ein wei\u00dfes <b>Leinenhemd<\/b>, das mit einer schwarzen Masche gebunden wird. Der mittelblaue <b>Rock<\/b> enth\u00e4lt im Vorderteil zwei Pattentaschen, in der Mitte des R\u00fcckenteiles einen Hakenschlitz und seitlich eine Flankennaht, die in einer Legfalte endet. Die \u00c4rmel sind so genannte Zweinaht\u00e4rmel mit Aufschlag und zwei Kn\u00f6pfen. An den Kanten sind jeweils vier Kn\u00f6pfe angeordnet.<\/p>\n<p> Eine rote <b>Weste<\/b> ist mit einem nicht zu tiefen Ausschnitt und zwei Flankenn\u00e4hten gehalten. Im Vorderteil befinden sich zwei kleine Uhrentaschen. Die Taillierung im R\u00fcckenteil ist mit zwei Abn\u00e4hern gearbeitet. Die Weste wird unter dem breiten G\u00fcrtel getragen.<\/p>\n<p> Der <b>G\u00fcrtel<\/b> ist mit Federkielstickereien und den Initialen des Tr\u00e4gers verziert. Er wird auch Geldkatze genannt, weil er fr\u00fcher als Geldtasche Verwendung fand. Die <b>Kniebundhose<\/b> ist aus schwarzem Wollstoff gefertigt. Indigoblaue <b>Str\u00fcmpfe<\/b> zieren die Beine des verheirateten Mannes, wei\u00dfe die der Ledigen.<br \/>\n Schwarze <b>Trachtenschuhe<\/b> mit Silberschnallen und ein nicht zu flacher schwarzer <b>Filzhut<\/b> runden das Bild der M\u00e4nnertracht ab.<\/p>\n<p> Die Trachtenkapelle tr\u00e4gt zur besseren Identifikation und nicht zuletzt aus finanziellen Gr\u00fcnden weiterhin ihre angestammte Tracht, die sich bez\u00fcglich Schnitt und Farbe in einigen Teilen von der neuen Tracht unterscheidet.<\/p>\n<h4>Die Kindertracht<\/h4>\n<p>Die Kindertrachten der Buben und M\u00e4dchen sind in etwas vereinfachter Form den Trachten der Erwachsenen angeglichen. Die M\u00e4dchen tragen ein <b>Flitterkr\u00f6nele<\/b> mit zwei roten B\u00e4ndern.<\/p>\n<h5>Erich Schallert, nach Angaben von Kornelia M\u00fcller (Trachtenverein Brand)<\/h5>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In Brand hat das Trachtenwesen keine ununterbrochene Tradition. Ab etwa der Mitte des 19. Jahrhunderts wurde die Tracht immer seltener, um dann schlie\u00dflich ganz von neuzeitlicher Kleidung abgel\u00f6st zu werden. Nur mehr einige wenige, in alten Truhen gefundene Relikte k\u00f6nnen uns ein Bild von der Kleidung unserer Vorfahren vermitteln. 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