{"id":10459,"date":"2017-01-12T21:27:23","date_gmt":"2017-01-12T20:27:23","guid":{"rendered":"http:\/\/www.vorarlberger-walservereinigung.at\/vwvwp\/?p=10459"},"modified":"2024-02-25T14:38:04","modified_gmt":"2024-02-25T13:38:04","slug":"tracht-in-laterns","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vorarlberger-walservereinigung.at\/vwvwp\/tracht-in-laterns\/","title":{"rendered":"Tracht in Laterns"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-1088\" src=\"https:\/\/www.vorarlberger-walservereinigung.at\/vwvwp\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/laterns.gif\" width=\"113\" height=\"150\" \/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-10461 alignright\" src=\"https:\/\/www.vorarlberger-walservereinigung.at\/vwvwp\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/035la81-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/www.vorarlberger-walservereinigung.at\/vwvwp\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/035la81-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.vorarlberger-walservereinigung.at\/vwvwp\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/035la81-150x112.jpg 150w, https:\/\/www.vorarlberger-walservereinigung.at\/vwvwp\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/035la81.jpg 350w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/>Es ist nicht bekannt, wann die Laternser Tracht entstanden und wie lange diese insgesamt getragen worden ist. Fest steht, dass die Frauentracht sich gegen\u00fcber der M\u00e4nnertracht l\u00e4nger gehalten hat. Vor ca. 80 bis 90 Jahren d\u00fcrfte aber die Laternser Tracht praktisch in Vergessenheit geraten sein. Es existieren Hinweise, dass noch zur Zeit vor und wahrscheinlich auch noch Jahre nach dem 1. Weltkrieg von den \u00e4lteren Frauen im Tale die Tracht getragen worden ist. Besonders aufschlussreich sind dabei vorhandene Bilder, auf denen diese historischen Trachten noch ersichtlich sind.<!--more-->\u00a0<br \/>\n Dann verlieren sich jedoch die Spuren, und es sollten noch viele Jahre vergehen, bis wieder ernsthafte Nachforschungen angestellt wurden, die schlie\u00dflich zu einer Wiederbelebung der Tracht gef\u00fchrt haben. Der Durchbruch gelang mit dem Auffinden einer <a>Trachten-Modellpuppe<\/a> im Hause von Margaretha und Siviard Breu\u00df. Anhand dieser ca. 35 cm gro\u00dfen Trachtenpuppe konnte die originale Tracht wieder rekonstruiert werden.<\/p>\n<h4>Die Frauentracht<\/h4>\n<p>Die Frauentracht ist eine sehr festliche, reichlich geschm\u00fcckte Tracht mit sehr sch\u00f6nen Details. Das farbige <b>Mieder<\/b> (verschiedene Rott\u00f6ne, Blau oder Gr\u00fcn), welches bis zur Taille reicht, ist mit schwarzem Moir\u00e9 und mit einem schmalen blauen Zierband eingefasst. Der in der Farbe des Mieders angepasste <b>Goller<\/b> ist schwarz eingefasst und mit Stickereien versehen. Am Goller ist eine Silberkette angebracht. Die Kette beginnt vorne in der Mitte mit einem silbernen Herz und wird in einer Schlaufe verlaufend an den \u00e4u\u00dferen Enden des Gollers fixiert und unter beiden Armen mit einer fast bis zur seitlichen Taille verlaufenden l\u00e4ngeren Kette durchgef\u00fchrt und am r\u00fcckseitigen \u00e4u\u00dferen Ende des Gollers befestigt.<\/p>\n<p> Der <b>Brustlatz<\/b> ist breit und mit Blumenmustern in Seide bestickt. Besonders edel wirken die L\u00e4tze durch ihre zus\u00e4tzlichen Gold- oder Silberstickereien. Die Sch\u00fcrze aus Seide oder Halbseide ist in verschiedenen Farben gehalten und kleingemustert. Sie hat am oberen Rand ein Moir\u00e9band.<\/p>\n<p> Der Bund der <b>Sch\u00fcrze<\/b> besteht aus einem bestickten Samtband, welches auf einem bestickten Ripsband liegt. Der Bund wird um 10 bis 15 cm \u00fcber die Sch\u00fcrze hinausgef\u00fchrt und am anderen Sch\u00fcrzenende verschlossen. Gekr\u00f6nt wird der Sch\u00fcrzenabschluss mit einem Silberkettchen, das \u00fcber zwei Rosetten verbunden wird. Als besondere Eigenart ist der dunkelblaue oder schwarze <b>Rock<\/b> aus Wolle mit einer breiten, gemustert und karierten Blende am Rocksaum ausgestattet. Der <b>Unterrock<\/b> ist gr\u00fcn mit roter 5 bis 7cm hohen Zackenlitze aus Wolle oder Filz und wei\u00dfem Borten- oder Spitzenabschluss.<\/p>\n<p> Die <b>Bluse<\/b> ist hochgeschlossen mit langen, buschigen \u00c4rmeln, die jeweils in ein B\u00fcndchen gefasst sind. Der Stehkragen und die \u00c4rmelb\u00fcndchen sind mit feinem wei\u00dfen Garn bestickt.<\/p>\n<p>Als <b>Kopfbedeckung<\/b> wird von den Kindern und Ledigen ein <b><i>&#8222;Kr\u00f6nele&#8220;<\/i><\/b> mit langen roten B\u00e4ndern getragen.<\/p>\n<p> Verheiratete Frauen verwenden eine <b>Haube<\/b>, da sie &#8222;unter die Haube&#8220; gekommen sind. Die Seitenteile der Haube sind in gleicher Farbe wie das Mieder und der Goller gehalten. Edle Stickereien am &#8222;Boden&#8220; der Haube entsprechen denen des Latzes. Fallweise wird ein schwarzes <b>J\u00e4ckchen<\/b> aus Wollstoff getragen, oder ein Umhang mit Fransen, welcher aus demselben Stoff und Farbe wie der Rock besteht. Die <b>Str\u00fcmpfe<\/b> sind wei\u00df gemustert, die <b>Trachtenschuhe<\/b> schwarz. Ein <b>Beutel<\/b> aus derselben Stoffart wie der Rock macht die Tracht komplett.<\/p>\n<h4>Die M\u00e4nnertracht<\/h4>\n<p>Die M\u00e4nnertracht zeichnet ein blauer <b>Rock<\/b> aus Wollstoff, versehen mit Silberkn\u00f6pfen, aus. Darunter tr\u00e4gt man ein farbiges (verschiedene Rott\u00f6ne, Blau oder Gr\u00fcn) in sich gemustertes oder kleingemustertes <b>Gilet<\/b> aus Wolle oder Baumwolle mit Metallkn\u00f6pfen. Das wei\u00dfe <b>Hemd<\/b> wird mit einer kleinen schwarzen Masche getragen. Die schwarze <b>Bundhose<\/b> mit Fall-Laden ist aus Fustian (Teufelsleder) erstellt, deren Kniebund mit schwarzem Band und drei Silberkn\u00f6pfen verschlossen wird. Besondere Kunstwerke sind der <b>G\u00fcrtel<\/b> und die <b>Hosentr\u00e4ger<\/b>, welche reich in Seide bestickt sind. Der schwarze <b>Filzhut<\/b> hat einen breiten Rand, welcher mit einem Samtstreifen abgeschlossen ist, sowie ein tonnenartiges Oberteil, um den ein schwarz gesticktes Samtband l\u00e4uft. Die <b>Str\u00fcmpfe<\/b> sind wei\u00df oder rohwei\u00df, die <b>Trachtenschuhe<\/b> schwarz mit ziselierten Spangen.<\/p>\n<p> Die erste neue M\u00e4nnertracht des Trachtenvereines wurde vom Schneidermeister Felder in Rankweil angefertigt. Dabei sind der G\u00fcrtel und die Hosentr\u00e4ger von Lydia Matt nach einer alten Vorlage gestickt worden. Diese M\u00e4nnertracht wurde zum ersten Mal am 10. M\u00e4rz 1990 von Ferdinand Matt der \u00d6ffentlichkeit vorgestellt.<\/p>\n<p> Mit der Gr\u00fcndung des <a href=\"http:\/\/www.vorderland.com\/nexus3\/WebObjects\/nexus3.woa\/wa\/rubric?id=724&amp;menuid=1179&amp;orgid=1424\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Trachtenvereins Laterns<\/a> am 21. M\u00e4rz 1987 sollte nun endg\u00fcltig der Grundstein f\u00fcr eine Weiterf\u00fchrung der wiedererweckten Laternsertracht gelegt sein. Mittlerweile gibt es im Laternsertal zahlreiche Trachtentr\u00e4ger und Trachtentr\u00e4gerinnen, die viel Freude an ihrem sch\u00f6nen &#8222;H\u00e4\u00df&#8220; haben. Auch wurden zwischenzeitlich von den Trachtenvereinsmitgliedern Trachten f\u00fcr Kinder angefertigt. Die Trachten werden dabei meist unter fachkundiger Anleitung, aber selber in m\u00fchevoller Kleinarbeit gen\u00e4ht und gestickt.<\/p>\n<h5>Dietmar Breu\u00df<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es ist nicht bekannt, wann die Laternser Tracht entstanden und wie lange diese insgesamt getragen worden ist. Fest steht, dass die Frauentracht sich gegen\u00fcber der M\u00e4nnertracht l\u00e4nger gehalten hat. Vor ca. 80 bis 90 Jahren d\u00fcrfte aber die Laternser Tracht praktisch in Vergessenheit geraten sein. 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