{"id":10327,"date":"2016-12-18T19:03:24","date_gmt":"2016-12-18T18:03:24","guid":{"rendered":"http:\/\/www.vorarlberger-walservereinigung.at\/vwvwp\/?p=10327"},"modified":"2024-03-02T16:27:42","modified_gmt":"2024-03-02T15:27:42","slug":"bluetenstaub-enthuellt-3000-jaehrige-siedlungsgeschichte-im-tannberggebiet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vorarlberger-walservereinigung.at\/vwvwp\/bluetenstaub-enthuellt-3000-jaehrige-siedlungsgeschichte-im-tannberggebiet\/","title":{"rendered":"Bl\u00fctenstaub enth\u00fcllt 3000-j\u00e4hrige Siedlungsgeschichte im Tannberggebiet"},"content":{"rendered":"<h4 style=\"text-align: center;\" align=\"center\">VON CAROLINA WALDE &amp; KLAUS OEGGL<\/h4>\n<h4 align=\"center\">INSTITUT F\u00dcR BOTANIK DER LEOPOLD-FRANZENS-UNIVERSIT\u00c4T INNSBRUCK,<br \/>\nSTERNWARTESTRASSE 15, A-6020 INNSBRUCK<\/h4>\n<h4>Einleitung<\/h4>\n<p>Der Hochtannberg als \u00dcbergang vom hinteren Bregenzerwald ins Lechtal und Arlberggebiet liegt abseits der bekannten Alpendurchquerungen und scheint daher relativ sp\u00e4t besiedelt worden zu sein.&nbsp;<\/p>\n<figure id=\"attachment_10330\" aria-describedby=\"caption-attachment-10330\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/www.vorarlberger-walservereinigung.at\/vwvwp\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/kalbelesee.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-10330\" src=\"https:\/\/www.vorarlberger-walservereinigung.at\/vwvwp\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/kalbelesee-300x184.jpg\" alt=\"Kalbelesee\" width=\"300\" height=\"184\" srcset=\"https:\/\/www.vorarlberger-walservereinigung.at\/vwvwp\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/kalbelesee-300x184.jpg 300w, https:\/\/www.vorarlberger-walservereinigung.at\/vwvwp\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/kalbelesee-150x92.jpg 150w, https:\/\/www.vorarlberger-walservereinigung.at\/vwvwp\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/kalbelesee.jpg 436w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-10330\" class=\"wp-caption-text\">Abbildung 1. Der Kalbelesee auf dem Hochtannberg mit der Lage des Bohrpunktes (roter Punkt), wo der 6 m m\u00e4chtige Sedimentkern zur pollenanalytischen Untersuchung geborgen wurde.<\/figcaption><\/figure>\n<p>Die ersten urkundlichen Erw\u00e4hnungen aus dem 14. Jahrhundert belegen die Siedlungsgr\u00fcndung von Schr\u00f6cken, Lech und Dam\u00fcls durch die Walser (Ilg 1985). Im Rahmen des Projektes &#8222;Alpmuseum uf m Tannberg&#8220;, das sich mit der Erhaltung der urspr\u00fcnglichen Kulturlandschaft und des Lebensraumes am Tannberg befasst, soll die Siedlungsgeschichte dieses Gebietes detailliert erforscht werden. Dendrochronologische Untersuchungen an Holzbalken der \u00e4ltesten Alpgeb\u00e4ude &#8222;uf m B\u00fcel&#8220; und &#8222;Batzen&#8220; sollen zus\u00e4tzliche unabh\u00e4ngige Daten zur Bau- und damit auch zur Besiedlungsgeschichte in historischer Zeit liefern, und auf diese Weise die schriftlichen \u00dcberlieferungen erg\u00e4nzen. Die Siedlungsentwicklung vor dem Mittelalter hingegen ist nur unzul\u00e4nglich bekannt. Mesolithische Silexabschl\u00e4ge, die Funde einer jungsteinzeitlichen Lochaxt bei Schr\u00f6cken (Vonbank 1978), eines bronzezeitlichen Randleistenbeils bei Lech und zweier urnenfelderzeitlicher Lappenbeile bei Oberstdorf (Uslar 1991) und einer mittelalterlichen Lanzenspitze vom Kalbelesee belegen zwar die zeitweilige Begehung des Gebietes durch den Menschen seit der Mittelsteinzeit, aber pr\u00e4historische Siedlungsspuren in Form von Geb\u00e4udestrukturen konnten bisher noch nicht entdeckt werden. In Ermangelung derartiger historischer Quellen soll die pollenanalytische Untersuchung der Sedimente des Kalbelesees (Abbildung 1) beitragen Hinweise auf die fr\u00fchere Besiedlung des Tannberggebietes zu erbringen.<\/p>\n<p align=\"justify\"><!--more--><\/p>\n<h4 align=\"justify\">Das Untersuchungsgebiet<\/h4>\n<div align=\"justify\">Der Kalbelesee liegt in der Gemeinde Warth auf 1650 m Meeresh\u00f6he (Abbildung 1). Das Sedimentationsbecken gliedert sich in zwei Wannen und ist gegen Westen Richtung Schr\u00f6cken durch einen Gel\u00e4nderiegel vom Haupttal abgetrennt. Der See hat eine L\u00e4nge von 340 m und eine Breite von 130 m mit einer freien Wasserfl\u00e4che von 2,4 ha. Die maximale Wassertiefe mit 4 m wird im westlichen Teil erreicht, im Ostbecken betr\u00e4gt sie nur 2,4 m (Gnaiger 1993). Der See wird von mehreren B\u00e4chen und einer unterirdischen Quelle gespeist. Am Nordufer des Ostbeckens besteht ein \u00fcberfallartiges Abflussgerinne, das in die Bregenzer Ache entw\u00e4ssert.<br \/>\nDer See liegt im Gebiet des Krummholzes und der L\u00e4rchen-Zirbenw\u00e4lder (Gams 1932). Ein Streifen aus Teichschachtelhalm (Equisetum fluviatile) und Seggen (Carex sp.) teilt den Kalbelesee im Sommer in einen kleineren Ostteil und einen gr\u00f6\u00dferen westlichen Bereich. Die Wasservegetation (Kossinna &amp; Fliri 1961; Amann 1970; Gnaiger 2000) besteht haupts\u00e4chlich aus Langbl\u00e4ttrigem Laichkraut (Potamogeton praelongus), Gro\u00dfem Sch\u00f6nmoos (Calliergon giganteum) und Armleuchteralgen (Chara sp.). Um den See gedeihen heute ausgedehnte Wiesen, die beweidet werden. Am vom Salobersattel abfallenden Nordhang stockt ein lichter Zirbenwald, der aus einer Aufforstung am Beginn des letzten Jahrhunderts hervorgegangen ist, mit Alpenrosengeb\u00fcsch (Rhododendron hirsutum) im Unterwuchs. Die potentielle Waldgrenze liegt bei 1900 &#8211; 2000 m, die aktuelle Waldgrenze ist im Zuge anthropogener Eingriffe zur Gewinnung von Weidefl\u00e4chen um 300 m gegen\u00fcber der potentiellen abgesenkt.<br \/>\nDas Klima ist mitteleurop\u00e4isch, ozeanisch get\u00f6nt mit schneereichen, relativ milden Wintern und niederschlagsreichen Sommern. Im nahe gelegenen Warth werden die geringsten durchschnittlichen monatlichen Niederschlagssummen im M\u00e4rz und Dezember registriert. Die h\u00f6chsten Niederschl\u00e4ge mit mehr als 200 mm gehen in den Sommermonaten von Juni bis August nieder. Die durchschnittliche Schneedeckendauer betr\u00e4gt 179 Tage im Jahr. F\u00fcr eine Temperaturabsch\u00e4tzung im Bereich des 400 m h\u00f6her liegenden Kalbelesees stehen die Werte aus Schr\u00f6cken zur Verf\u00fcgung. Dort liegen die mittleren Julimaxima bei 27,4\u00b0 und die -minima bei 4,4\u00b0C (Fliri 1975).&nbsp;<\/p>\n<h4>Zur Methode<\/h4>\n<p><figure id=\"attachment_10332\" aria-describedby=\"caption-attachment-10332\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/www.vorarlberger-walservereinigung.at\/vwvwp\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/pollen.gif\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-10332\" src=\"https:\/\/www.vorarlberger-walservereinigung.at\/vwvwp\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/pollen-300x185.gif\" alt=\"Pollenprobe\" width=\"300\" height=\"185\" srcset=\"https:\/\/www.vorarlberger-walservereinigung.at\/vwvwp\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/pollen-300x185.gif 300w, https:\/\/www.vorarlberger-walservereinigung.at\/vwvwp\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/pollen-150x93.gif 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-10332\" class=\"wp-caption-text\">Abbildung 2. Elektronenmikroskopische Aufnahme einer Pollenprobe aus einem Seesediment (Vergr\u00f6\u00dferung: 500x): a = Fichte (Picea), b = Erle (Alnus), c = Erikagew\u00e4chse (Ericaceae), d = Zungenbl\u00fctler (Cichoriaceae), e = Kiefer (Pinus)<\/figcaption><\/figure><br \/>\nIn der Erforschung der Entstehung der Kulturlandschaft st\u00f6\u00dft man rasch an die Grenzen der historischen Quellen. M\u00fcndliche und schriftliche \u00dcberlieferungen reichen in den seltensten F\u00e4llen \u00fcber das Mittelalter hinaus. F\u00fcr fr\u00fchere Zeiten liefern manche Gem\u00e4lde noch brauchbare Hinweise. Aber auch die Auswertung derartiger ikonografischer Quellen erreicht meist in der Klassischen Antike ihre Grenzen. Dann k\u00f6nnen nur noch indirekte Methoden helfen, die vergangene Umwelt zu rekonstruieren. Die Methode der Wahl stellt dabei die Pollenanalyse dar. Die Pollenanalyse besch\u00e4ftigt sich mit der Rekonstruktion vergangener Vegetationsverh\u00e4ltnisse mit Hilfe von Bl\u00fctenstaub, der in See und Moorablagerungen eingeschlossen ist.<\/p>\n<p>Viele bestandesbildende Pflanzenarten im Wald und auf der Wiese verbreiten ihren Bl\u00fctenstaub durch den Wind. Nur ein geringer Anteil dieses windverfrachteten Bl\u00fctenstaubs trifft auf die Narbe und f\u00fchrt eine Best\u00e4ubung durch. Der Gro\u00dfteil dieses Pollens wird auf der Erdoberfl\u00e4che abgelagert, wo er innerhalb weniger Wochen zersetzt wird. Gelangt der Bl\u00fctenstaub aber auf die Oberfl\u00e4che von Seen und Mooren, wird er in das Sediment oder im Torf eingebettet und erh\u00e4lt sich \u00fcber Jahrtausende (Abbildung 2). Damit sind in See- und Moorablagerung wichtige Informationen \u00fcber die vergangene Vegetation gespeichert, denn die Zusammensetzung des Pollens in den Ablagerungen steht in direktem Zusammenhang mit der Vegetation, die diese Pollen verbreitet hat. Anhand der Pollenzusammensetzung von Seesedimenten kann die Vegetationsver\u00e4nderung in einem definierten Gebiet \u00fcber mehrere Jahrtausend hinweg beobachtet werden.<\/p>\n<p>Ursachen f\u00fcr Vegetationsver\u00e4nderungen werden mittels sogenannten Zeigerarten registriert. So l\u00e4sst sich der Einfluss des Menschen auf die Vegetation mittels Siedlungs- oder Kulturzeiger nachweisen. Zu den Siedlungszeigern z\u00e4hlen Pollen von Pflanzen, die unter dem Einfluss des Menschen vermehrt auftreten wie der Spitzwegerich (Plantago lanceolata-Typ), der gro\u00dfe Wegerich (Plantago major-Typ), der Mittlere Wegerich (Plantago media), Ampferarten (Rumex-Typ), ebenso stickstoffliebende Pflanzen wie Brennnesselgew\u00e4chse (Urticaceae), G\u00e4nsefu\u00dfgew\u00e4chse (Chenopodiaceae-Typ) oder Beifuss (Artemisia), die ged\u00fcngte B\u00f6den wie Viehweiden, \u00c4cker und Brachfl\u00e4chen anzeigen (Iversen 1941; Behre 1981). Gro\u00dfen Indikatorwert besitzt der Spitzwegerich (Plantago lanceolata), eine lichtbed\u00fcrftige Art, die nur dann aufkommt, wenn die Krone des Waldes offen ist (Behre1981). Der Spitzwegerich (Plantago lanceolata) produziert viele Pollen, die durch den Wind verbreitet werden. Ampferarten (Rumex-Typ) kommen vor allem auf Ruderalstandorten oder auf landwirtschaftlich genutzten Fl\u00e4chen vor. All diese Arten sind nat\u00fcrliche Bestandteile der heimischen Flora, hingegen werden Kulturzeiger ausschlie\u00dflich vom Menschen verbreitet, in das Gebiet eingeschleppt und angebaut. Die h\u00e4ufigsten Kulturzeiger sind Pollen von Getreide (Cerealia), Roggen (Secale) sowie Edelkastanie (Castanea sativa) und Walnuss (Juglans). Ihr Auftreten im Pollendiagramm weist signifikant die Anwesenheit des Menschen nach. Zudem zeigen einige Pollen dieser anthropogenen Zeigerpflanzen eine eingeschr\u00e4nkte Transportf\u00e4higkeit auf und k\u00f6nnen daher nur wenige Kilometer von den Siedlungsfl\u00e4chen entfernt nachgewiesen werden (Behre &amp; Kucan 1986). Damit ist es m\u00f6glich mit Hilfe der Pollenanalyse auch die Lage von pr\u00e4historischen Siedlungen zu ermitteln.<\/p>\n<p>Aber auch die chronologische Abfolge der Pollentypen im Profil zeigt die Art und Weise des menschlichen Eingriffs in die nat\u00fcrliche Vegetation auf (Iversen 1941, 1949, 1969; Behre 1981). Eine Rodung ist verbunden mit dem R\u00fcckgang der Baumarten und die Pollen krautiger Pflanzen steigen deutlich an. In einer zweiten Phase treten Getreide und lichtliebende Pioniergeh\u00f6lze wie Birke (Betula) und Hasel (Corylus avellana) auf. Auf den unbeschatteten und offenen Fl\u00e4chen breiten sich die Gr\u00e4ser (Gramineae) und der Spitzwegerich (Plantago lanceolata-Typ) aus. Bleibt der menschliche Einfluss aus, gehen die Kultur- und Siedlungszeiger zur\u00fcck. Am Ende einer Siedlungsphase breiten sich wieder die Baumarten aus und schlie\u00dfen die Lichtung.<\/p>\n<p>Diese Methode gelangt auch an den Sedimenten des Kalbelesees zur Anwendung. Zuvor musste aber noch ein Sedimentkern geborgen werden. Dazu wurde im Fr\u00fchjahr 2002 mit einem Merkt-Streiff Kernbohrger\u00e4t in der \u00f6stlichen Verlandungszone des Kalbelesees eine Bohrung bis auf 6 m Tiefe niedergebracht (Abbildung 1). Die Bohrkerne wurden anschlie\u00dfend im Institut f\u00fcr Botanik tiefgefroren und bis zur chemischen Aufbereitung gelagert. Die chemische Aufbereitung der Proben wurde am Institut f\u00fcr Botanik der Universit\u00e4t Innsbruck nach einer standardisierten Methode vorgenommen (Seiwald 1980). Die Pollenpr\u00e4parate wurden mikroskopisch ausgez\u00e4hlt und die Ergebnisse mit dem am Institut f\u00fcr Botanik entwickelten Computerprogramm Fagus 4 in Form von Schattenrissdiagrammen dargestellt. Zur Berechnung des Relativdiagrammes sind Sporen, Holzkohlepartikel und Sauergr\u00e4ser (Cyperaceae) aus der 100%-Summe ausgeschlossen. Ihre Werte sind auf die Gesamtsumme bezogen dargestellt. Im Pollenprofil (Abbildung 3) ist auf der y-Achse die Tiefe und auf der x-Achse die H\u00e4ufigkeit der einzelnen Pollen abzulesen. Von links nach rechts werden die Baumpollen, dann das Hauptdiagramm, die Nichtbaumpollen (Kr\u00e4uter), die Einzelfunde und anschlie\u00dfend die Sporen und Holzkohlenpartikel dargestellt. Die dunkel unterlegten Fl\u00e4chen stellen die Prozentwerte, die wei\u00dfen Fl\u00e4chen die Promillewerte dar. Im Hauptdiagramm in der Mitte sind die wichtigsten Baumpollen links und die Gr\u00e4ser rechts aufgetragen. Die durchgehende Linie zeigt das Verh\u00e4ltnis Baumpollen (links) zu den Nichtbaumpollen (rechts) auf.<\/p>\n<p>Zur besseren Lesbarkeit und zum Vergleich mit Pollendiagrammen aus benachbarten Gebieten, wird das Pollenprofil in Zonen eingeteilt. Eine solche Zone ist durch die dominant vorkommenden Pollen und Sporen definiert, ohne sich an Klima, Vegetation oder Sediment anzulehnen. Sie wird als &#8222;lokale Pollenansammlungszone lpaz&#8220; (Hedberg 1972a,b) bezeichnet (Tabelle 1). Nach ersten Orientierungsanalysen sind Proben zur Radiokarbondatierung gezogen worden. Die Datierungen wurden am Institut f\u00fcr Radiumforschung und Kernphysik der Universit\u00e4t Wien durchgef\u00fchrt. Einige Daten (VERA-2444, VERA-2572 und VERA-2573) sind im Vergleich zur Pollenstratigrafie angrenzender Pollenprofile (Grosse-Brauckmann 2002) und zu den \u00fcbrigen Daten aus dem Kalbelesee zu alt, weshalb sie nicht ber\u00fccksichtigt werden. Die auf die beiden 14C-Daten aufbauende chronostratigrafische Gliederung erfolgt nach den Vorschl\u00e4gen von Mangerud et al. (1974).<\/p>\n<p><\/p>\n<table width=\"90%\" align=\"center\">\n<tbody>\n<tr>\n<td>\n<table border=\"1\">\n<tbody>\n<tr>\n<th>lpaz<\/th>\n<th>Zone<\/th>\n<th>Tiefe&nbsp;(cm)<\/th>\n<th>Obergrenze<\/th>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>K-1<\/td>\n<td>Erlen-Fichten-Buchen (Alnus-Picea-Fagus) Zone<\/td>\n<td>600-540<\/td>\n<td>Fichte (Picea) steigt auf \u00fcber 50%<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>K-2<\/td>\n<td>Fichten-Hahnenfu\u00dfgew\u00e4chse (Picea-Ranunculaceae) Zone<\/td>\n<td>540-460<\/td>\n<td>Anstieg der Gr\u00e4ser (Gramineae)<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>K-3<\/td>\n<td>Fichten-Zungenbl\u00fctler (Picea-Cichoriaceae) Zone<\/td>\n<td>460-290<\/td>\n<td>Anstieg der Fichte (Picea), R\u00fcckgang der Zungenbl\u00fctler (Cichoriaceae)<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>K-4<\/td>\n<td>Fichten-Kiefern-Hahnenfu\u00dfgew\u00e4chse (Picea-Pinus-Ranunculaceae)Zone<\/td>\n<td>290-50<\/td>\n<td>R\u00fcckgang der Hahnenfu\u00dfgew\u00e4chse (Ranunculaceae)<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>K-5<\/td>\n<td>Fichten-Kiefern-Zungenbl\u00fctler (Picea-Pinus-Cichoriaceae) Zone<\/td>\n<td>50-1<\/td>\n<td>Profilende<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td class=\"tdcenter\">\n<h5>\nTabelle 1. Die lokalen Pollenansammlungszonen (lpaz) des Pollenprofils Kalbelesee.<\/h5>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<h4>Die Vegetationsgeschichte des Tannberggebietes<\/h4>\n<p>\u00dcberraschenderweise erfasst die 6 m m\u00e4chtige Sediments\u00e4ule aus dem Kalbelesee nur die Vegetationsentwicklung der letzten 3000 Jahre. Die Vegetationsentwicklung beginnt mit einer Erlen-Fichten-Buchen-Zone (lpaz K-1, Abbildung 3). Der See liegt demnach knapp oberhalb der Waldgrenze, die von der Fichte (Picea) gebildet wird. Pollen der Buche (Fagus) und der Hasel (Corylus avellana) stammen aus tieferen Lagen. Dort bildet die Buche (Fagus) gemeinsam mit der Fichte (Picea) und der Tanne (Abies) einen Bergmischwald, der bis auf 1400 m Seeh\u00f6he reicht. Dar\u00fcber folgen bis auf ca. 1600 m geschlossene Fichtenw\u00e4lder, die sich anschlie\u00dfend auflichten und in ca. 1900 m in die alpinen Grasheiden \u00fcbergehen. Am Ufer des Sees und entlang der Bachl\u00e4ufe wachsen Erlen (Alnus) und Birken (Betula). Die Gr\u00e4ser (Gramineae) besitzen mit bis zu 15 % einen beachtlichen Anteil an der Pollensumme und zeigen den aufgelockerten Bestand und lichtoffenen Charakter des Fichtenwaldes an. Bereits in dieser Zone treten Siedlungszeiger auf. Brennnesselgew\u00e4chse (Urticaceae), G\u00e4nsefu\u00dfgew\u00e4chse (Chenopodiaceae-Typ), Beifuss (Artemisia), Mittlerer Wegerich (Plantago media), Spitzwegerich (Plantago lanceolata-Typ) und Ampfer (Rumex-Typ) deuten auf eine Weidenutzung der lichten Waldfl\u00e4chen hin. <\/p>\n<p>An der Grenze zur Fichten-Hahnenfu\u00dfgew\u00e4chse-Zone (lpaz K-2, Abbildung 3) fallen die Werte der Erle (Alnus) ab und die Fichte (Picea) nimmt vorerst zu. Offensichtlich werden die Erlen (Alnus) im Bereich des Sees geschl\u00e4gert, wodurch sich der Fichtenpollen (Picea) im Pollenspektrum st\u00e4rker manifestieren kann. Anschlie\u00dfend nimmt aber die Fichte (Picea) wieder ab, was f\u00fcr Rodungen im Waldgrenzbereich in unmittelbarer Umgebung des Sees spricht, denn in diesem Abschnitt nehmen die Siedlungszeiger, der mittlere Wegerich (Plantago media), der Spitzwegerich (Plantago lanceolata-Typ) und vor allem der Ampfer (Rumex-Typ) zu. Auch Kulturzeiger wie Getreide (Cerealia) und Roggen (Secale) sind nun stetig nachgewiesen. Ein Radiokarbondatum am Beginn der Pollenzone stellt diese erste lokale Siedlungsphase an den \u00dcbergang von der Bronzezeit zur Eisenzeit. Aufgrund der deutlichen Zunahme der Weide- und Siedlungszeiger in dieser Zone muss mit einer extensiven Weidenutzung der Rodungsfl\u00e4chen gerechnet werden.<\/p>\n<p>Am \u00dcbergang zur Fichten-Zungenbl\u00fctler-Zone (lpaz K-3, Abbildung 3) nimmt der menschliche Einfluss ab, ohne jedoch unterbrochen zu werden. Aufgrund der Interpolation der beiden Radiokarbondaten erfolgt dieser R\u00fcckgang noch in der Eisenzeit. Durch den geringeren menschlichen Eingriff, sprich Weidenutzung, kann sich die Fichte (Picea) wieder etwas ausbreiten. Jedoch bereits in der R\u00f6merzeit (ab 440 cm Tiefe) nimmt die Weidet\u00e4tigkeit um den Kalbelesee wieder zu, und die Fichte (Picea) wird erneut geschl\u00e4gert. Erst am oberen Ende dieser Zone nimmt die Weideintensit\u00e4t ab, und die Fichte (Picea) breitet sich wieder aus. Die Wiesenzeiger (Glockenblumengew\u00e4chse, Schmetterlingsbl\u00fctler, Hornklee, Storchschnabel, Rosengew\u00e4chse) nehmen zwar ab, aber die Siedlungszeiger (Spitzwegerich, Brennnesselgew\u00e4chse, Ampfer) lassen auf ein Fortbestehen der Siedlungsaktivit\u00e4t, wenn auch in geringerem Ausma\u00df, im Tannberggebiet schlie\u00dfen.<\/p><\/div>\n<div align=\"justify\">&nbsp;<\/div>\n<div align=\"justify\">\n<figure id=\"attachment_10334\" aria-describedby=\"caption-attachment-10334\" style=\"width: 886px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.vorarlberger-walservereinigung.at\/vwvwp\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/statistik.gif\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-10334\" src=\"https:\/\/www.vorarlberger-walservereinigung.at\/vwvwp\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/statistik.gif\" alt=\"Pollendiagramm\" width=\"886\" height=\"906\"><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-10334\" class=\"wp-caption-text\">Abbildung 3. Vereinfachtes Pollendiagramm der Sedimente aus dem Kalbelesee.<br \/>\nDie Angabe der kalibrierten Radiokarbondaten erfolgt in Kalenderjahren vor heute.<br \/>\nBZ = Bronzezeit, EZ = Eisenzeit, RZ = R\u00f6merzeit, MA = Mittelalter, NZ = Neuzeit, r = Fichte, l = F\u00f6hre<\/figcaption><\/figure><\/p>\n<p>Die Ausbreitung der lokalen Geh\u00f6lze Fichte (Picea), Kiefer (Pinus) und Erle (Alnus) setzt sich in der Fichten-Kiefern-Hahnenfu\u00dfgew\u00e4chse-Zone (lpaz K-4, Abbildung 3) fort. Nichtsdestotrotz zeugen die konstanten Werte von Spitzwegerich (Plantago lanceolata-Typ), Ampfer (Rumex-Typ), G\u00e4nsefu\u00dfgew\u00e4chsen (Chenopodiaceae-Typ) und Brennnesselgew\u00e4chsen (Urticaceae) von dem intensiven Weidebetrieb. Der Ampfer (Rumex-Typ) erreicht am Beginn dieser Zone sehr hohe Werte und weist auf ausgedehnte Best\u00e4nde des Alpensauerampfers hin. Der Alpensauerampfer (Rumex alpinus) gedeiht&nbsp;bestens auf sehr n\u00e4hrstoff- und stickstoffreichen frischhumosen Lehmb\u00f6den in der N\u00e4he von Alm- und Sennh\u00fctten, wie es noch heute im Gebiet zu beobachten ist. Eine zus\u00e4tzliche F\u00f6rderung dieser Art durch den Menschen ist nicht auszuschlie\u00dfen, wurde der Alpenampfer doch als wertvolle Futterpflanze f\u00fcr Schweine kultiviert. Aber der Mensch nutzte auch den Sauerampfer als Nahrungsmittel wie Spinat oder gesotten und vergoren wie Sauerkraut (Hegi 1931, Zinsli 1991).<\/p>\n<p>Neben diesen Siedlungszeigern treten auch Kulturzeiger wie Walnuss (Juglans) und Getreide (Cerealia, Secale) auf. Die Walnuss konnte mit Sicherheit auf diesen H\u00f6henlagen nicht gedeihen und weist daher auf Ferntransport aus tieferen Lagen hin. Fernflug von Getreidepollen kann ebenfalls nicht ausgeschlossen werden, aber das gemeinsame Auftreten mit Pollen der Kornblume (Centaurea cyanus) legt lokalen Getreideanbau nahe. Die Kornblume (Centaurea cyanus) besitzt gro\u00dfe Pollenk\u00f6rner und wird durch Insekten best\u00e4ubt. Deshalb gelangen die schweren Pollenk\u00f6rner dieses Getreideunkrautes nur in der unmittelbaren N\u00e4he des Ackers zur Ablagerung (Behre &amp; Kucan 1986), daher stammen die nachgewiesenen Pollen der Kornblume (Centaurea cyanus) aus dem hydrologischen Einzugsgebiet des Kalbelesees. Unter den Getreidepollen befindet sich auch stetig Roggen (Secale), der als Sommergetreide in den Alpen bis in j\u00fcngste Zeit auch in H\u00f6henlagen nahe der Waldgrenze angebaut wurde. Das gemeinsame Vorkommen von Roggen (470, 410, 390 und 200 cm Tiefe) mit der Kornblume legt ein schweres Gewicht auf einen kleinfl\u00e4chigen, lokalen Getreideanbau auf dem Hochtannberg von der Eisenzeit bis ins Mittelalter.<\/p>\n<p>Auch in der obersten Zone, der Fichten-Kiefern-Zungenbl\u00fctler-Zone (lpaz K-5, Abbildung 3) setzt sich die Ausbreitung der Fichte (Picea) bis in die j\u00fcngsten Schichten fort. Dort f\u00e4llt die Fichte ab und die Kiefern nehmen zu, damit spiegeln sich die heutigen Vegetations- und Nutzungsverh\u00e4ltnisse im Pollendiagramm des Kalbelesees wieder.<\/p>\n<h4>Die Feuer\u00f6kologie im Tannberggebiet<\/h4>\n<p>Zus\u00e4tzlich zu den Pollen wurden auch Holzkohlenpartikel (Abbildung 3) in den Pollenpr\u00e4paraten ausgez\u00e4hlt. Diese Holzkohlenpartikel stammen von Feuern aus dem Umkreis des Sees. Die durchgef\u00fchrten Analysen liefern Hinweise auf lokale Feuer, die sowohl nat\u00fcrlich entfacht als auch durch den Menschen gelegt worden sein k\u00f6nnen. Aus der Teilchengr\u00f6\u00dfe und ihrer H\u00e4ufigkeit in den einzelnen Schichten kann auf die Lage und Gr\u00f6\u00dfe der Feuer geschlossen werden (Clark 1988).&nbsp;<br \/>\n<figure id=\"attachment_10336\" aria-describedby=\"caption-attachment-10336\" style=\"width: 332px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/www.vorarlberger-walservereinigung.at\/vwvwp\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/calluna.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-10336\" src=\"https:\/\/www.vorarlberger-walservereinigung.at\/vwvwp\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/calluna.jpg\" alt=\"Calluna vulgaris\" width=\"332\" height=\"497\" srcset=\"https:\/\/www.vorarlberger-walservereinigung.at\/vwvwp\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/calluna.jpg 332w, https:\/\/www.vorarlberger-walservereinigung.at\/vwvwp\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/calluna-200x300.jpg 200w, https:\/\/www.vorarlberger-walservereinigung.at\/vwvwp\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/calluna-100x150.jpg 100w\" sizes=\"auto, (max-width: 332px) 100vw, 332px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-10336\" class=\"wp-caption-text\">Abbildung 4: Calluna vulgaris<\/figcaption><\/figure><br \/>\nAuff\u00e4llig im Pollendiagramm des Kalbelesees ist die Zunahme der Holzkohlen am Ende der Urnenfelderzeit, wo sich die lokale Siedlungst\u00e4tigkeit des Menschen um den Kalbelesee erstmals deutlich abzeichnet (lpaz K2, Abbildung 3). Die geringen Werte der Baumarten und die hohen Anteile der Weidezeiger weisen auf eine offene Landschaft mit extensiver Weidewirtschaft hin. Die Teilchengr\u00f6\u00dfe der gleichzeitig auftretenden Holzkohlen von mehr als hundert Mikrometern belegt lokale Feuer. Nachdem das Einzugsgebiet um den Kalbelesee zu dieser Zeit fast baumfrei war, stellt sich die Frage: Was hat gebrannt? Obwohl die Baumpollenwerte in dieser Zone, lpaz K2, so gering sind, ist das Einzugsgebiet des Kalbelesees nicht v\u00f6llig frei von Geh\u00f6lzen. Im Zuge der Beweidung entwickelt sich ein Geb\u00fcsch von bodenst\u00e4ndigen Str\u00e4uchern, die vom Vieh nicht gefressen werden. Es sind dies vor allem Wacholder (Juniperus communis) und Alpenrose (Rhododendron hirsutum), die als Weideunkr\u00e4uter im Laufe der Zeit \u00fcberhand nehmen und den Grasbewuchs eind\u00e4mmen. Zur Verbesserung der Weide und des Graswuchses m\u00fcssen diese Weideunkr\u00e4uter von Zeit zu Zeit entfernt werden. Dies geschieht entweder durch Ausrei\u00dfen der Str\u00e4ucher durch den Hirten oder durch wiederholtes Brennen, auch Schwenden bezeichnet. Letztere Brandrodung kann auch f\u00fcr das Tannberggebiet mittels der Pollenanalysen seit der Eisenzeit nachgewiesen werden, denn Feuer f\u00fchrt zu Ver\u00e4nderungen der Vegetation. So reagieren einzelne Pflanzen positiv auf Feuer, indem sie nach dem Feuer bessere Keim- und Wuchsbedingungen vorfinden. Der Adlerfarn (Pteridium aquilinum) und das Heidekraut (Calluna vulgaris, Abbildung 4) sind gut an das Feuer angepasst und ihr zahlreiches Vorkommen h\u00e4ngt mit dem Auftreten von h\u00e4ufigen Feuern zusammen (Tinner et al. 2000). Brand f\u00f6rdert bei beiden Pflanzen die Keimung. Werden Samen von Heidekraut eine Minute lang Temperaturen von 40 &#8211; 60\u00b0C ausgesetzt, so wird ihre Keimung beg\u00fcnstigt. Zudem zeigt das Heidekraut (Calluna vulgaris) eine optimale Verj\u00fcngung bei regelm\u00e4\u00dfigem Brand im Herbst in einem Intervall von 6 &#8211; 10 Jahren (Pott &amp; H\u00fcppe 1991). Die Jungtriebe des Heidekrauts werden im Gegensatz zu den mehrj\u00e4hrigen vom Vieh gerne gefressen, und au\u00dferdem bl\u00fcht die Heide in den Folgejahren st\u00e4rker (Iversen 1969, Lang 1994). Durch die erh\u00f6hte Bl\u00fchintensit\u00e4t gelangen mehr Pollenk\u00f6rner dieser \u00fcberwiegend durch Insekten best\u00e4ubten Art in den Seesedimenten zur Ablagerung. Auf diese Weise kann aber auch \u00fcberpr\u00fcft werden, ob eine Verbindung zwischen der Brandaktivit\u00e4t und dem Bl\u00fchverhalten von Heidekraut besteht. Tats\u00e4chlich best\u00e4tigt die Korrelationsanalyse einen direkten Zusammenhang zwischen dem Auftreten von Feuerzeigern, also Pflanzen die von regelm\u00e4\u00dfigem Feuer profitieren, und Holzkohlenteilchen, die Feuer im Einzugsgebiet des Kalbelesees anzeigen (Abbildung 5a). Der Umstand, dass gemeinsam mit den Feuerzeigern und Holzkohlenteilchen immer Siedlungszeiger auftreten (Abbildung 5b), weist darauf hin, dass die Br\u00e4nde vom Menschen, in der Absicht die Weidefl\u00e4chen vom Geb\u00fcsch zu roden, gelegt wurden. <\/p>\n<h4>Die Siedlungsgeschichte des Tannberggebietes<\/h4>\n<p><figure id=\"attachment_10337\" aria-describedby=\"caption-attachment-10337\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/www.vorarlberger-walservereinigung.at\/vwvwp\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/holzkohlen1.gif\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-10337\" src=\"https:\/\/www.vorarlberger-walservereinigung.at\/vwvwp\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/holzkohlen1-300x185.gif\" alt=\"Holzkohlen\" width=\"300\" height=\"185\" srcset=\"https:\/\/www.vorarlberger-walservereinigung.at\/vwvwp\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/holzkohlen1-300x185.gif 300w, https:\/\/www.vorarlberger-walservereinigung.at\/vwvwp\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/holzkohlen1-150x93.gif 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-10337\" class=\"wp-caption-text\">Abbildung 5.<br \/>\nUnpr\u00e4zise lineare Beziehung zwischen dem Auftreten der<br \/>\nFeuerzeiger und Holzkohlenteilchen<\/figcaption><\/figure><br \/>\nDie Pollenanalysen vom Kalbelesee liefern erste Daten zur fr\u00fchen Besiedlungsgeschichte auf dem Tannberg. Ab der Bronzezeit n\u00fctzt der Mensch die Gr\u00fcnfl\u00e4chen um den See zur Beweidung in unterschiedlicher Intensit\u00e4t. Der fr\u00fche anthropogene Eingriff steht im Einklang mit Pollenanalysen aus dem Oberinntal (Kral 1979; Oeggl, unpubl. Manuskript; Walde, unpubl. Daten). Dabei wirkt sich die Siedlungst\u00e4tigkeit nicht nur in einer Ver\u00e4nderung der Vegetation in den Tallagen aus, sondern erfasst bereits die Region an und \u00fcber der Waldgrenze. So konnte auf der Komperdellalpe oberhalb von Serfaus eine Absenkung der Waldgrenze im Zuge von Weideaktivit\u00e4t ab der Bronzezeit nachgewiesen werden (Wahlm\u00fcller 2002). Dagegen sind die Spuren menschlicher Aktivit\u00e4t im Bereich des Tannberggebietes w\u00e4hrend der Bronzezeit noch moderat. Dennoch belegen die Werte der Wiesen- und Siedlungszeiger einen lokalen Weidebetrieb. Am \u00dcbergang zur Eisenzeit setzt dann ein intensiver menschlicher Einfluss am Hochtannberg ein, der durch das starke Auftreten der Siedlungs-, Kultur- und Wiesenzeiger repr\u00e4sentiert wird. Um ca. 900-800 v. Chr. kommt es zu gro\u00dffl\u00e4chigen menschlichen Eingriffen rund um den Kalbelesee. Die neugeschaffenen Rodungsfl\u00e4chen werden intensiv f\u00fcr Weidezwecke genutzt. Von nun an wird das Gebiet auf dem Hochtannberg kontinuierlich durch den Menschen genutzt. Eine derartige eisenzeitliche Weidenutzung dieser H\u00f6henlagen ist sowohl aus dem Oberen Inntal bei Serfaus (Wahlm\u00fcller 2002) als auch aus dem unmittelbar angrenzenden Kleinen Walsertal bekannt (Grosse-Brauckmann 2002).&nbsp;&nbsp;<br \/>\n<figure id=\"attachment_10333\" aria-describedby=\"caption-attachment-10333\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/www.vorarlberger-walservereinigung.at\/vwvwp\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/siedlung1.gif\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-10333\" src=\"https:\/\/www.vorarlberger-walservereinigung.at\/vwvwp\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/siedlung1-300x185.gif\" alt=\"Siedlung\" width=\"300\" height=\"185\" srcset=\"https:\/\/www.vorarlberger-walservereinigung.at\/vwvwp\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/siedlung1-300x185.gif 300w, https:\/\/www.vorarlberger-walservereinigung.at\/vwvwp\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/siedlung1-150x92.gif 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-10333\" class=\"wp-caption-text\">Abbildung 5.<br \/>\nUnpr\u00e4zise lineare Beziehung zwischen dem Auftreten der<br \/>\nFeuerzeiger und Siedlungszeiger<\/figcaption><\/figure><br \/>\nDie Beweidungsintensit\u00e4t nimmt am Ende der Eisenzeit ab. Auch w\u00e4hrend der R\u00f6merzeit weisen die niedrigen Werte der Siedlungszeiger und h\u00f6here Baumpollenwerte auf eine geringere, aber ununterbrochene Siedlungst\u00e4tigkeit am Hochtannberg hin. Dieser R\u00fcckgang des menschlichen Einflusses scheint ein regionales Ausma\u00df zu besitzen, denn er kann ebenfalls im Oberinntal ab dem Ende der Eisenzeit (Wahlm\u00fcller 2002; Walde, unpubl. Daten) nachgewiesen werden.<\/p>\n<p>Im Mittelalter macht sich wieder eine Intensivierung der Siedlungsaktivit\u00e4ten um den Kalbelesee bemerkbar. Zwar breiten sich die lokalen Geh\u00f6lze Erle (Alnus), Fichte (Picea) und Kiefer (Pinus) wieder aus, trotzdem best\u00e4tigt die deutliche Zunahme der Siedlungszeiger die Pr\u00e4senz den Menschen. Offenbar wird das Gebiet um den See zwar kleinr\u00e4umiger, aber daf\u00fcr intensiver beweidet. Dies \u00e4u\u00dfert sich im Pollendiagramm in der deutlichen Zunahme des Ampfers (Rumex-Typ) und Spitzwegerichs (Plantago lanceolata-Typ). Der Beginn dieser Entwicklung ist durch ein Radiokarbondatum auf 700 n. Chr. datiert. Eine genaue Datierung des maximalen Ausma\u00dfes dieser Vegetationsver\u00e4nderungen steht noch aus, aber aufgrund von Extrapolation der Sedimentationsrate basierend auf den beiden vorhandenen 14C-Daten f\u00e4llt diese Entwicklung mit der Zuwanderung der Walser in das Tannberggebiet zusammen.<br \/>\n&nbsp;<br \/>\n&nbsp;<br \/>\n<span class=\"zitat\"><strong><span style=\"font-size: small;\">Dank: Die Autoren danken Herrn Univ. Prof. Dr. Erich Gnaiger, Universit\u00e4t Innsbruck, der sie auf diese interessante Fragestellung aufmerksam gemacht hat. Weiters gilt der Dank Herrn Dr. Georg Friebe, inatura &#8211; Erlebnis Naturschau Vorarlberg, und der Vorarlberger Naturschau, die diese Untersuchungen durch die finanzielle Unterst\u00fctzung erst m\u00f6glich gemacht haben.<\/span><\/strong><\/span><\/div>\n<div align=\"justify\"><span class=\"zitat\"><strong><span style=\"font-size: small;\"><br \/>\nLiteraturzitate<\/p>\n<p>Amann, E. (1970): Eine biologische Studie des Kalbelesees mit besonderer Ber\u00fccksichtigung der Fischerei. &#8211; Jb. des Vorarlberger Landesmuseumsvereins: 26 S.<\/p>\n<p>Behre, K.-E. (1981): The Interpretation of Anthropogenic Indicators in Pollen Diagrams. &#8211; Pollen et Spores XXIII: 225-245.<\/p>\n<p>Behre, K.-E. &amp; Kucan, D. (1986): Die Reflexion arch\u00e4ologisch bekannter Siedlungen in Pollendiagrammen verschiedener Entfernung &#8211; Beispiele aus der Siedlungskammer Fl\u00f6geln, Nordwestdeutschland. &#8211; in: Behre K.-E. (ed.): Anthropogenic Indicators in Pollen Diagrams: 95-114.<\/p>\n<p>Clark J. S. (1988): Particle motion and theory of charcoal analysis: source area, transport, deposition, and sampling. Quarternary Research 30: 67 &#8211; 80.<\/p>\n<p>Fliri F. (1975): Das Klima der Alpen im Raume von Tirol. Monographien zur Landeskunde Tirols. Folge 1. 454pp.<\/p>\n<p>Gams H. (1932): Pflanzenwelt Vorarlbergs. In: Heimatkunde von Vorarlberg Heft 3.75pp.<\/p>\n<p>Gnaiger E. (1993): Adaptions to winter hypoxia in a shallow alpine lake. Ecophysiological energetics of Cyclops abyssorum and rainbow trout. Verh. Dtsch. Zool. Ges. 86: 43 &#8211; 65.<\/p>\n<p>Gnaiger, E. (2000): Der Kalbelesee. Naturwissenschaftliche Erkundung eines Bergsees. &#8211; Walserheimat in Vorarlberg, Tirol und Liechtenstein, 67: 426-438.<\/p>\n<p>Grosse-Brauckmann G. (2002): Pal\u00e4obotanische Befunde von zwei Mooren im Gebiet des Hohen Ifen, Vorarlberg (\u00d6sterreich). Telma, 32: 17 &#8211; 36.<\/p>\n<p>Hedberg, H.D. (ed.) (1972a): Introduction to an International Guide to Stratigraphic Classification, Terminology and Usage. Report 7a. &#8211; Boreas 1: 199-211.<\/p>\n<p>Hedberg, H.D. (ed.) (1972b): Summary of an International Guide to Stratigraphic Classification, Terminology and Usage. Report 7b. &#8211; Boreas 1: 213-239.<\/p>\n<p>Hegi, G. (1931): Illustrierte Flora von Mitteleuropa mit Ber\u00fccksichtigung von \u00d6sterreich, Deutschland und der Schweiz. Bd. 3: 171f, Wien.<\/p>\n<p>Ilg K. (1985): Die Walserwanderung in Vorarlberg und ihre Bedeutung f\u00fcr \u00d6sterreich. In: Sonderdruck aus Beitr\u00e4ge zur Volkskunde \u00d6sterreichs und des angrenzenden deutschen Sprachraums. Festschrift zum 75. Geburtstag von Helmut Prasch. 204-213.<\/p>\n<p>Iversen J. (1941): Land Occupation in Denmark\u00b4s Stone Age. Danmarks Geol. Unders. II, 66.<\/p>\n<p>Iversen J. (1949): The Influence of Prehistoric Man on Vegetation. Danmarks Geol. Unders. IV, 3\/6.<\/p>\n<p>Iversen, J. (1969): Retrogressive development of a forest ecosystem demonstrated by pollen diagrams from fossil mor. &#8211; Oikos Suppl. 12: 35-49.<\/p>\n<p>Kossinna, E. &amp; Fliri, F. (1961): Wetter und Klima. &#8211; in Ilg K. (Hg.): Landes- und Volkskunde. Geschichte, Wirtschaft und Kunst Vorarlbergs, Bd. 1: 95-133, Innsbruck (Wagner).<\/p>\n<p>Kral, F. (1979): Sp\u00e4t- und Postglaziale Waldgeschichte der Ostalpen aufgrund der bisherigen Pollenanalysen. &#8211; 175 pp, Wien.<\/p>\n<p>Lang, G. (1994): Quart\u00e4re Vegetationsgeschichte Europas. Methoden und Ergebnisse. &#8211; 462 pp, (Gustav Fischer Verlag).<\/p>\n<p>Mangerud, J., Andersen, S.T., Berglund, B.E. &amp;. Donner, J.J. (1974): Quarternary stratigraphy of Norden, a proposal for terminology and classification. &#8211; Boreas 3: 109-128.<\/p>\n<p>Oeggl, K.: Pollenanalytische Grundlagenforschung zur Siedlungsgeschichte im Inntal von der Eisenzeit bis ins Mittelalter. Unver\u00f6ffentlichtes Manuskript.<\/p>\n<p>Pott R. &amp; H\u00fcppe J. (1991): Die Hudelandschaften Nordwestdeutschlands. Westf\u00e4lisches Museum f\u00fcr Landeskunde: 313 pp.<\/p>\n<p>Seiwald, A. (1980): Beitr\u00e4ge zur Vegetationsgeschichte Tirols IV: Natzer Plateau &#8211; Villanderer Alm. &#8211; Ber. nat. med. Ver. Innsbruck 67: 31-72.<\/p>\n<p>Tinner W., Conedera M., Gobet E., Hubschmid P., Wehrli M. &amp; Ammann B. (2000): A palaeoecological attempt to classify fire sensitivity of trees in the southern Alps. The Holocene, 10: 565 &#8211; 574.<\/p>\n<p>Uslar R. v. 1991: Vorgeschichtliche Fundkarten der Alpen. R\u00f6misch-germanische Forschungen 48.<\/p>\n<p>Vonbank E. 1978: Ur- und Fr\u00fchgeschichte. In: Kunst und Kultur von der Steinzeit zur Gegenwart. Eine Ausstellung des Vorarlberger Landesmuseums im Nieder\u00f6sterreichischen Landesmuseum Wien: 51 &#8211; 57.<\/p>\n<p>Wahlm\u00fcller, N. (2002): Die Komperdellalm im Wandel der Jahrtausende. Ein Beitrag zur Vegetations- und Besiedlungsgeschichte des Oberen Gerichts. &#8211; in: Klien R. (Hg.): Serfaus. 71 &#8211; 83.<\/p>\n<p>Zinsli, P (1991): Walser Volkstum in der Schweiz, in Vorarlberg, Liechtenstein und Italien. Erbe, Dasein, Wesen. 566 pp, Chur (Verlag B\u00fcndner Monatsblatt).&nbsp;<br \/>\n&nbsp;<\/span><\/strong><\/span><\/p>\n<hr>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td class=\"zitat\" valign=\"top\" width=\"50%\"><a href=\"https:\/\/www.vorarlberger-walservereinigung.at\/vwvwp\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/oeggl.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-10331\" src=\"https:\/\/www.vorarlberger-walservereinigung.at\/vwvwp\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/oeggl.jpg\" alt=\"\" width=\"103\" height=\"145\"><\/a>Dr. Klaus Oeggl ist Au\u00dferordentlicher Universit\u00e4tsprofessor am Institut f\u00fcr Botanik der Universit\u00e4t Innsbruck und Experte auf dem Gebiet der Arch\u00e4obotanik. In seinen Forschungen besch\u00e4ftigt er sich mit der Entstehung und Entwicklung der Kulturlandschaft im Alpenraum. Herausragend sind seine Untersuchungen im Zusammenhang mit der neolithischen Gelterschermumie &#8222;\u00d6tzi&#8220;. Er ist Mitautor des Buches &#8222;The Iceman and his Natural Environment&#8220; (2000, Springer Verlag, Wien).<\/td>\n<td class=\"zitat\" valign=\"top\" width=\"50%\"><a href=\"https:\/\/www.vorarlberger-walservereinigung.at\/vwvwp\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/walde.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-10335\" src=\"https:\/\/www.vorarlberger-walservereinigung.at\/vwvwp\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/walde.jpg\" alt=\"\" width=\"105\" height=\"109\"><\/a>Mag. Carolina Walde ist Dissertantin am Institut f\u00fcr Botanik der Universit\u00e4t Innsbruck und befasst sich mit dem Einfluss des pr\u00e4historischen Menschen auf die Vegetation im Oberen Inntal, wor\u00fcber sie bereits mehrere Publikationen verfasst hat.<\/p>\n<p>\nInstitut f\u00fcr Botanik der Leopold-Franzens-Universit\u00e4t Innsbruck, Sternwartestra\u00dfe 15, A-6020 Innsbruck<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<p><!--INC:\"pagetop.inc\",\"22.04.2007-16:49:46\"--><!--\/INC:\"pagetop.inc\"--><\/table>\n<\/div>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>VON CAROLINA WALDE &amp; KLAUS OEGGL INSTITUT F\u00dcR BOTANIK DER LEOPOLD-FRANZENS-UNIVERSIT\u00c4T INNSBRUCK, STERNWARTESTRASSE 15, A-6020 INNSBRUCK Einleitung Der Hochtannberg als \u00dcbergang vom hinteren Bregenzerwald ins Lechtal und Arlberggebiet liegt abseits der bekannten Alpendurchquerungen und scheint daher relativ sp\u00e4t besiedelt worden zu sein.&nbsp; Abbildung 1. Der Kalbelesee auf dem Hochtannberg mit der Lage des Bohrpunktes (roter [&#8230;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":10330,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[154],"tags":[],"taetigkeiten":[],"chronik-jahre":[],"chronik-gemeinden":[],"walserheimat":[432],"gebiete":[],"superkategorien":[],"class_list":["post-10327","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-online-artikel","walserheimat-wh73"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.vorarlberger-walservereinigung.at\/vwvwp\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10327","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.vorarlberger-walservereinigung.at\/vwvwp\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.vorarlberger-walservereinigung.at\/vwvwp\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vorarlberger-walservereinigung.at\/vwvwp\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vorarlberger-walservereinigung.at\/vwvwp\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=10327"}],"version-history":[{"count":35,"href":"https:\/\/www.vorarlberger-walservereinigung.at\/vwvwp\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10327\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":18716,"href":"https:\/\/www.vorarlberger-walservereinigung.at\/vwvwp\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10327\/revisions\/18716"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vorarlberger-walservereinigung.at\/vwvwp\/wp-json\/wp\/v2\/media\/10330"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.vorarlberger-walservereinigung.at\/vwvwp\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=10327"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vorarlberger-walservereinigung.at\/vwvwp\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=10327"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vorarlberger-walservereinigung.at\/vwvwp\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=10327"},{"taxonomy":"taetigkeiten","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vorarlberger-walservereinigung.at\/vwvwp\/wp-json\/wp\/v2\/taetigkeiten?post=10327"},{"taxonomy":"chronik-jahre","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vorarlberger-walservereinigung.at\/vwvwp\/wp-json\/wp\/v2\/chronik-jahre?post=10327"},{"taxonomy":"chronik-gemeinden","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vorarlberger-walservereinigung.at\/vwvwp\/wp-json\/wp\/v2\/chronik-gemeinden?post=10327"},{"taxonomy":"walserheimat","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vorarlberger-walservereinigung.at\/vwvwp\/wp-json\/wp\/v2\/walserheimat?post=10327"},{"taxonomy":"gebiete","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vorarlberger-walservereinigung.at\/vwvwp\/wp-json\/wp\/v2\/gebiete?post=10327"},{"taxonomy":"superkategorien","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vorarlberger-walservereinigung.at\/vwvwp\/wp-json\/wp\/v2\/superkategorien?post=10327"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}